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24.02.2003

16:50 Uhr

1-2-Fly im Aufwind

Tui-Billigmarke fliegt Reiseflaute davon

Der Touristikkonzern Tui verbucht bei seinem deutschen Billigreiseveranstalter 1-2-Fly trotz allgemeiner Reiseflaute deutliche Umsatzzuwächse. Grund sind starke Preissenkungen nach einem Umsatzeinbruch im vorigen Jahr und der Trend zu immer billigeren Reisen.

Reuters HANNOVER. 1-2-Fly habe bei den gebuchten Umsätzen in der seit November 2002 laufenden Wintersaison bisher "ein dickes einstelliges Plus eingefahren", sagte 1-2-Fly-Markenchef Ralf Horter am Montag in Hannover. Die Buchungen für die Sommersaison liefen dagegen noch schleppend an. Allerdings werde auch immer kurzfristiger gebucht. Damit liegt 1-2-Fly weitaus besser als der Tui-Konzern insgesamt, der in seinem Kernmarkt Deutschland für die Wintersaison zuletzt einen Rückstand von rund fünf Prozent vermeldet hatte. Nach einem Umsatzeinbruch im Geschäftsjahr 2001/2002 (zum 31. Oktober) von neun Prozent auf 445 Millionen Euro hatte 1-2-Fly für dieses Jahr die Preise erheblich gesenkt.

Gefragt seien preiswerte und einfache Reisen, sagte Horter. Zu den beliebten Zielen zähle derzeit auch Tunesien, wo nach einem Anschlag auf der Insel Djerba im vorigen Jahr die Nachfrage deutlich zurückgegangen war. Auch andere Reisekonzerne hatten in den vergangenen Wochen von vergleichsweise guten Buchungsumsätzen bei ihren Billigangeboten berichtet. Wie sich die Preisnachlässe auf das Ergebnis von 1-2-Fly auswirken, ließ Horter offen. Die Konzerntöchter bei Tui machen generell keine Ergebnis-Angaben.

Die Tui-Billigmarke will nach den Plänen Horters ihr Angebot an preiswerten Reisen erheblich ausbauen und sich vornehmlich auf Zwei- und Drei-Sterne-Hotels konzentrieren. Neben der bisherigen Zielgruppe werde 1-2-Fly verstärkt Reisen für junge Paare und Einzelreisende zwischen 16 und 28 Jahren anbieten. Das Angebot soll um zehn Hotelanlagen erweitert werden.

Tui-Konzernchef Michael Frenzel hatte vorige Woche bereits eine neue Billig-Offensive seines Reisekonzerns angekündigt. Dabei wird laut Frenzel auch erwogen, neben 1-2-Fly eine weitere Billig-Marke zu gründen, die in Anlehnung an die neuen Billigfluggesellschaften noch preiswerter und flexibler auf Kundenwünsche reagieren soll. Diese Frage sei noch nicht abschließend geklärt, sagte Horter.

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