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16.01.2003

14:55 Uhr

1,7 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr verdient

General Motors sieht in Europa weiter rot

Der weltgrößte Autohersteller General Motors (GM) hat im vergangenen Jahr und im Schlussquartal 2002 seinen Gewinn dank höherer Marktanteile, Kostensenkungen und Rekordumsätzen drastisch gesteigert.

HB/dpa DETROIT. In Europa befand sich GM allerdings weiter tief in den roten Zahlen. Der weltgrößte Autohersteller verdiente im vergangenen Jahr 1,7 Milliarden Dollar (1,6 Mrd Euro) oder 3,35 Dollar je Aktie nach 601 Millionen Dollar oder 1,77 Dollar je Aktie im Vorjahr. Der Umsatz sei auf 186,8 (Vorjahr: 177,3) Milliarden Dollar gestiegen, teilte GM am Donnerstag mit.

Der Gewinn legte im Schlussquartal auf eine Milliarde Dollar oder 1,71 Dollar je Aktie zu gegenüber 255 Millionen Dollar oder 60 Cent je Aktie im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen setzte im vierten Quartal 48,7 (Vorjahr: 46) Milliarden Dollar um.

GM-Konzernchef Rick Wagoner verwies auf schwierige weltweite Wirtschafts- und Marktbedingungen. Der von GM selbst inszenierte Preiskampf drückte in den USA im vergangenen Jahr die Preise. Der Branchenführer konnte dies durch ein höheres Produktionsvolumen und eine erhebliche Verbesserung der Kostenstruktur mehr als wettmachen.

General Motors lieferte im Gesamtjahr weltweit 8,537 (Vorjahr: 8,58) Millionen Autos aus, davon 1,662 (1,8) Millionen in Europa und 5,623 (5,591) Millionen in Nordamerika. Der GM-Marktanteil stieg im heimischen Markt auf 28,3 (28,1) Prozent. Er fiel in Europa auf 8,7 (9,1) Prozent.

GM hat im vergangenen Jahr in Nordamerika mit seinem Autogeschäft drei (1,5) Milliarden Dollar verdient. Dagegen fiel bei General Motors Europe im Gesamtjahr ein erneuter Verlust von 549 (767) Millionen Dollar an. Allerdings betrug der Verlust in Europa im Schlussquartal nur noch 129 (240) Millionen Dollar, hob Wagoner hervor.

Bei der Senkung der Material- und anderer Kosten machte GM erhebliche Fortschritte. Höhere Verluste bei Saab machten die Verbesserungen auf der Kostenseite jedoch teilweise wett. "Wir haben auf der Kostenseite gute Fortschritte in Europa gemacht, und wir konzentrieren uns weiter auf Umsatzwachstum", betonte Wagoner.

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