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01.04.2003

09:59 Uhr

100 Millionen Dollar sollen eingespart werden

Sony Music will 1000 Mitarbeiter entlassen

Die Musiksparte des japanischen Elektronikkonzerns Sony will in diesem Jahr 1000 Mitarbeiter oder 10 % der Belegschaft entlassen und damit 100 Mill. Dollar einsparen. "Sony Music Entertainment hat eine Reihe von organisatorischen Rationalisierungen für künftiges Wachstum eingeleitet", sagte Sony-Sprecher Hiroko Saito in Tokio. Einzelheiten zu den Plänen nannte das Unternehmen nicht.

HB/dpa HAMBURG/TOKIO. Der weltweit zweitgrößte Konsumentenelektronik-Hersteller plant zur Zeit mit umfangreichen Strukturreformen auch an der Management- Spitze die Konzernsparten profitabler zu machen. Damit sollen alle Unternehmensbereiche von der Unterhaltungselektronik über Video- Spiele bis zu Filmen und Finanzen künftig besser in die global ausgerichtete Unternehmensstrategie integriert werden.

Angesichts der schwierigen Geschäftslage soll auch die Musiksparte des Konzerns unter ihrem im Januar eingesetzten Chef Andrew Lack in großem Umfang neuorganisiert werden. In diesem Jahr hält der weltweit drittgrößte Musikkonzern einen Geschäftseinbruch um bis zu 15 % für möglich. "Wir sind auf ein Szenario vorbereitet, in dem die branchenweiten Umsätze um 13 bis 15 % zurückgehen", sagte Lack der "Financial Times Deutschland".

"Wir hoffen, dass der Umsatzrückgang in diesem Jahr nur fünf Prozent betragen wird, aber wir können nicht so weiterwirtschaften, als wäre die Krise ein Zeichen dafür, dass es wieder bergauf geht", sagte Lack. Im vergangenen Geschäftsjahr, das im März 2002 endete, war der Umsatz von Sony Music zwar um 4,8 Prozent gestiegen, der operative Gewinn aber um 1,6 Prozent zurückgegangen. Sony Music Entertainment erwirtschaftet ein zehntel des gesamten Konzernumsatzes.

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