Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.02.2003

16:06 Uhr

11 Prozent höhere Raten vereinbart

Münchener Rück mit Erneuerungsrunde zufrieden

Die Münchener Rück AG hat mit ihren Kunden in der Versicherungswirtschaft für sich deutlich bessere Vertragsbedingungen für 2003 ausgehandelt. Das Unternehmen bemüht sich um Verbesserungen im Kerngeschäft Rückversicherung, weil es Verluste dort wegen der schwachen Börsen zurzeit nicht mit Beteiligungsgewinnen ausgleichen kann.

Reuters MÜNCHEN. Die Münchener Rück, die als weltgrößter Rückversicherer Risiken von Erstversicherern übernimmt, sprach am Freitag von Verbesserungen im gesamten Bereich der Rückversicherungen außerhalb des Lebensversicherungsgeschäfts. Insgesamt seien auf das erneuerte Geschäft 11 Prozent höhere Raten vereinbart worden. 16 Prozent der zur Erneuerung anstehenden Verträge habe die Münchener Rück nicht verlängert.

"Die Münchener-Rück-Gruppe ist sehr zufrieden mit der Erneuerung ihres Rückversicherungsgeschäfts zum 1. Januar 2003", teilte das Unternehmen in München mit. Der Marktaufschwung habe sich fortgesetzt. So sei es möglich geworden, das Vertragsportefeuille weiter zu verbessern und damit das Ertragspotenzial zu erhöhen.

Nicht erst seit den Anschlägen am 11. September 2001 in den USA versuchen die Rückversicherer, in den jährlichen Erneuerungsrunden bessere Bedingungen durchzusetzen und damit die Verluste einzudämmen. Dabei geht es nicht nur um höhere Prämien, sondern auch um Haftungsausschlüsse etwa für Schäden aus Anschlägen, die von den Versicherern Terror-Risiken genannt werden, sowie um Obergrenzen für die versicherten Schäden.

Vorstandsmitglied Stefan Heyd ergänzte, eine weitere Senkung der Schaden-Kostenquote sei angesichts der Situation auf den Kapitalmärkten unverzichtbar. "Die Münchener Rück wird daher ihre konsequent ertragsorientierte Zeichnungspolitik fortsetzen", erklärte er.

Im Januar hatte das Unternehmen bekannt gegeben, die für den Erfolg in der Rückversicherung aussagekräftige Schaden-Kosten-Quote (combined ratio) solle 2003 unter 100 Prozent fallen. Das würde bedeuten, dass die eingenommenen Prämien zur Deckung der Kosten und zum Begleichen der versicherten Schäden ausreichen.

Die im Börsenbarometer Dax hoch gewichtete Aktie der Münchener Rück baute nach der Bekanntgabe ihre Zuwächse deutlich aus und stieg bis zum Nachmittag um 4,5 Prozent auf 83,30 Euro, während der Dax mit 1,7 Prozent im Plus lag. Am Vortag war die Aktie vom Kursverfall der Aktie der HypoVereinsbank belastet worden, an der die Münchener Rück ein Viertel des Kapitals hält.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×