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11.03.2003

18:29 Uhr

18 Kilometer Straßen- und Schienenweg

Verkehrsminister forcieren Fehmarnbelt-Querung

Die Planungen für den Bau einer festen Querung des Fehmarnbelts zwischen Deutschland und Dänemark kommen voran. Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) und sein dänischer Kollege Flemming Hansen verständigten sich am Dienstag in Berlin darauf, eine gemeinsame Arbeitsgruppe einzusetzen.

HB/dpa KIEL. Sie soll bis zum Jahresende offene Fragen klären, unter anderem die Finanzierung des Projekts, das mehr als vier Milliarden Euro kosten soll.

Beide Regierungen haben sich wiederholt für den Bau der festen Querung ausgesprochen. Noch ungeklärt ist, ob eine Brücke, ein Tunnel oder eine Kombination aus beidem gebaut werden soll. Überlegungen, die deutsche Insel Fehmarn mit der rund 18 Kilometer entfernten dänischen Insel Lolland über einen festen Straßen- und Schienenweg zu verbinden, gibt es seit mehr als zehn Jahren. Sie würde die Fahrzeit zwischen Kopenhagen und Hamburg von etwa viereinhalb auf zweieinhalb Stunden reduzieren.

Sobald die neue Arbeitsgruppe Organisations- und Finanzierungsmodelle erstellt habe, könne eine Regierungsvereinbarung vorbereitet und unterzeichnet werden, hieß es in Berlin. Der Sprecher des Bundesverkehrsministeriums, Felix Stenschke, sagte, Stolpe habe Hansen den Bau der Zubringerstraßen für die Querung auf deutscher Seite zugesagt. Hansen hatte erst im Februar in Kopenhagen betont, dass Dänemark noch in diesem Jahr auf einen positiven Beschluss Deutschlands für die Querung hoffe.

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Rohwer (SPD), der an dem Gespräch teilnahm, berichtete, in der Frage der Finanzierung zeichne sich eine Annäherung an das so genannte Garantiemodell ab. Danach geben Dänemark und Deutschland privaten Investoren Bundes- Garantien für die Finanzierung.

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