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08.01.2003

11:53 Uhr

1992 dauerte Streik zwölf Tage

Hintergrund: Erst zwei unbefristete Flächen-Streiks im öffentlichen Dienst

In Tarifauseinandersetzungen des öffentlichen Dienstes haben die Gewerkschaften erst zwei Mal die Muskeln richtig spielen lassen. Zu bundesweiten unbefristeten Streiks im gesamten öffentlichen Dienst kam es 1974 und 1992. Im Jahr 2000 wurde ein Streik nach einer Schlichtungsrunde in letzter Minute abgewendet.

HB/dpa BERLIN. Der Streik von 1974 dauerte gut drei Tage - vom 10. bis zum 13. Februar. Mehr als 200 000 Beschäftigte hatten vor allem in Großstädten die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaften hatten seinerzeit 15 % mehr Geld gefordert, die Arbeitgeber hatten vor dem Scheitern der Verhandlungen 9,5 % geboten. Die Einigung sah dann elf Prozent mehr Lohn und Gehalt vor. Der Tarifstreit hat auch die damalige Bundesregierung unter Kanzler Willy Brandt (SPD) in erhebliche Nöte gebracht.

1992 dauerte die Kraftprobe vier Mal länger als 1974. Der Streik zog sich im April und Mai zwölf Tage lang hin. Neben Arbeitsniederlegungen im Nahverkehr, bei Müllentsorgern und der Post wurden auch Flughäfen und Autobahnmeistereien einbezogen. Die Gewerkschaften wollten 9,5 % mehr Geld. Anfang Mai einigten sich die Tarifparteien auf linear 5,4 % mehr Lohn und Gehalt.

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