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13.07.2000

17:04 Uhr

Universal Mobile Telecommunication Systems (UMTS) löst bei Börsianern je nach Börsenstimmung Luftsprünge oder Verzweiflung aus. Für Optimisten ist UMTS die Zukunftstechnologie, eine jahrzehntelang sprudelnde Goldader. Aus Sicht der Kritiker verursacht UMTS dagegen Kosten in Milliardenhöhe, die selbst große Konzerne in den Ruin treiben kann. Die Wahrheit dürfte in der Mitte liegen.

Die Technologie ermöglicht, Bilder, Videos und Texte per Internet 200-mal schneller als über einen normalen Telefonanschluss abzurufen. E-Mails sind ebenso selbstverständlich wie der Kauf von Aktien und Kinokarten über das Handy. Japan startet mit der Technologie 2001. Europa folgt 2002. Erste Pilotversuche führen Ericsson, T-Mobil und Mannesmann Mobilfunk durch. In Deutschland werden im August vier bis sechs Lizenzen an meistbietende Konzerne versteigert. Die Deutsche Telekom und Vodafone Airtouch gehören zu den insgesamt sieben Interessenten.

Unternehmensberater gehen davon aus, dass in Europa spätestens im Jahr 2003 mehr als 40 Millionen Handynutzer im Internet surfen werden. Weltweit dürften es 400 bis 500 Millionen Menschen sein. Daraus erlösen die Telefongesellschaften jährlich mindestens 300 Mrd. Euro. Schon im Jahr 2004 werden mehr Handy- als PC-Nutzer im Internet erwartet.

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