Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.02.2002

10:05 Uhr

2002 soll "plus minus Null" errecht werden

Brau und Brunnen will Verschuldung deutlich reduzieren

Der angeschlagene Dortmunder Getränkekonzern Brau und Brunnen will seine Verschuldung im laufenden Jahr deutlich abbauen.

Reuters FRANKFURT. "Der aktuelle Stand ist, dass wir spätestens Ende des Jahres die Altlasten los sind", sagte Vorstandschef Michael Hollman der Zeitung "Die Welt" (Montagausgabe). Derzeit liege die Verschuldung bei unter 100 Mill. Euro.

Einige seiner Restgrundstücke habe der Konzern veräußert und "mit Glück" werde der Schuldenstand in den nächsten sechs bis acht Wochen bei knapp 90 Mill. Euro liegen. Durch den einen oder anderen Verkauf könne die Schuldenlast bis zum Jahresende auf 40 bis 50 Mill. Euro reduziert werden. "Wenn sie sich erinnern, dass der Schuldenstand vor einem Jahr noch bei über 200 Mill. Euro lag, ist das eine gute Entwicklung", sagte der Vorstandschef.

Im Jahr 2001 habe Brau und Brunnen eine ordentliche Absatzentwicklung erzielt, sagte Hollmann. Die Hauptmarken Jever Pilsener, Berliner Pilsner, Sion Kölsch und Schlösser Alt hätten sich sehr gut entwickelt. Insgesamt sei der Konzernabsatz mit Bier um rund zwei Prozent auf rund 7,25 Mill. Hektoliter gestiegen, während das Branchenminus bei etwa 1,8 % gelegen habe. Der Umsatz habe sich um zwei Prozent auf rund 720 Mill. Euro verbessert. Der Ertrag habe sich zwar nicht so positiv entwickelt, das sei aber bereits abzusehen gewesen.

Hollmann bekräftige frühere Angaben, wonach Brau und Brunnen spätestens 2003 schwarze Zahlen schreiben wolle. "Die Brau und Brunnen AG wird 2002 wahrscheinlich bei plus minus Null landen. Vielleicht haben wir auch einen hauchdünnen Gewinn. 2003 werden wir auf jeden Fall schwarze Zahlen schreiben", sagte er. Die Sanierung des Getränkekonzerns sei sehr weit vorangeschritten. Ziel sei es nun zunächst, den Konzern profitabel zu machen. Ob der Großaktionär HypoVereinsbank dann seine Anteile von über 55 % abgeben wolle, werde sich zeigen. "Vielleicht behält er seine Anteile auch, wenn wir Gewinn machen. Wer weiß, welche Möglichkeiten es dann gibt", fügte Hollman hinzu.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×