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06.01.2003

07:05 Uhr

2002 weniger Fahrzeuge verkauft

VW mit angezogener Handbremse unterwegs

Europas größter Automobilhersteller Volkswagen hat 2002 weltweit weniger Fahrzeuge verkauft als vor Jahresfrist. In diesem Jahr soll der weltweite Absatz bei VW aber wieder zulegen. "Unser Ziel ist es (2003) eine fünf vorne bei der Absatzzahl zu haben trotz eines flachen Marktes", sagte Konzernchef Bernd Pischetsrieder am Sonntag Journalisten am Rande der Autoschau in Detroit.

Reuters DETROIT. "Bullish" sei zwar das falsche Wort, für Gewinn und Umsatz 2003 sei er aber dennoch zuversichtlich. Im vergangenen Jahr verkaufte der Volkswagen-Konzern weltweit rund 4,98 Millionen Fahrzeuge und damit 1,9 % weniger als noch vor Jahresfrist. 2001 hatte VW weltweit 5,08 Millionen Fahrzeuge abgesetzt.

Der VW-Konzern befindet sich derzeit in einer eher schwachen Phase seines Produkt-Zyklus. Schlüsselmodelle wie der Golf oder der Passat wirken im Vergleich zu jüngeren Modellen der Konkurrenten nicht mehr ganz so frisch. Die erreichte Absatzzahl für 2002 liegt aber dennoch im Rahmen früherer Konzernprognosen, in denen etwas weniger als 5 Millionen verkaufte Fahrzeuge in Aussicht gestellt wurden. Für dieses Jahr setzt Volkswagen beim Absatz insbesondere auf den Marktstart neuer Modelle wie etwa eine neue Version des Golf oder den neuen Kompaktvan Touran.

Zur Ergebnisentwicklung im vergangenen Jahr wollte sich Pischetsrieder nicht äußern. Früheren Prognosen zu Folge erwartet der Autobauer für das Gesamtjahr 2002 einen Vorsteuergewinn von rund 4 Mrd. ?.

Ferner bekräftigte der VW-Chef frühere Aussagen aus dem Konzern, wonach die Wolfsburger kein Interesse am wirtschaftlich angeschlagenen italienischen Autohersteller Fiat haben. Im vergangenen Monat hatte es Spekulationen darüber gegeben, dass VW eventuell mit den Italienern eine Partnerschaft im Luxus-Segment eingehen könnte. Auf die Frage, ob VW an irgendeiner Marke des Autobauers einschließlich Fiat, Lancia oder Alfa Romeo oder an den Marken Ferrari oder Maserati Interesse habe, sagte der Konzernchef: "Nein".

Zu Volkswagen gehören bereits die unter Ferdinand Piech, dem Vorgänger von Pischetsrieder, erworbenen Marken Lamborghini und Seat. Lamborghini gilt unter Branchenexperten als einer der Hauptkonkurrenten von Ferrari. Die Marke Seat wird als ein Wettbewerber von Alfa Romeo eingestuft.

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