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24.01.2003

09:03 Uhr

2002 wurden sechs Reporter getötet

Drei Journalisten in Kolumbien frei gelassen

Drei am Montag in Panama entführte und nach Kolumbien verschleppte nordamerikanische Journalisten sind am Donnerstagabend (Ortszeit) frei gelassen worden.

HB/ dpa BOGOTÁ. Die beiden Amerikaner und ein Kanadier seien einer humanitären Kommission in dem Ort Unguía nahe der Grenze zu Panama übergeben worden, berichtete der Radiosender RCN. Damit befanden sich noch zwei US-Journalisten in der Hand kolumbianischer Aufständischer.

Das an Kuba orientierte "Nationale Befreiungsheer" (ELN) teilte am Abend mit, die beiden Reporter Scott Dalton und Ruth Morris der Zeitung "Los Angeles Times" befänden sich in ihrer Gewalt. Zuvor hatte der Korrespondent der Zeitung in Bogotá, Thomas Miller, noch erklärt, die beiden Journalisten hätten die Rebellen in der Nordprovinz Arauca am Mittwoch freiwillig begleitet, um ein Interview mit deren Kommandanten zu führen.

Die rechten Paramilitärs hatten die drei nun freigelassenen Journalisten am Montag nach Angaben von Bewohnern der Region im Osten Panamas entführt und nach Kolumbien verschleppt. Zu den Opfern gehörte auch der Reisebuch-Autor Robert Pelton. Er wurde international durch ein Interview mit dem so genannten "amerikanischen Taliban" John Walker Lindh bekannt, das er kurz nach dessen Festnahme in Afghanistan Ende 2001 geführt hatte.

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