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18.03.2003

11:00 Uhr

2003 kräftiges Gewinnplus erwartet

MAN-Nutzfahrzeuge sollen weiter zulegen

Die Nutzfahrzeugsparte des Münchener MAN-Konzerns will trotz der unsicheren wirtschaftlichen und politischen Lage im laufenden Jahr wie angekündigt ihren Gewinn kräftig steigern.

Reuters MÜNCHEN. "Die für 2002 prognostizierte Markterholung lässt weiter auf sich warten", sagte MAN Nutzfahrzeug-Chef Hakan Samuelsson am Dienstag auf der Bilanzpressekonferenz in München laut Redetext. Er hoffe jedoch, dass der untere Wendepunkt erreicht sei, und sich das Marktvolumen in der zweiten Jahreshälfte insgesamt moderat verbessere. Hinzu komme, dass die Restrukturierung im Busbereich die Kosten nachhaltig senken werde. "Insgesamt sind wir daher zuversichtlich, auf der Basis eines stabilen Gesamtmarktes, ein deutlich verbessertes Ergebnis erzielen zu können."

2002 hatte die Nutzfahrzeugsparte vor Steuern einen Gewinn von 13 Millionen Euro verbucht, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 49 Millionen Euro angefallen war. Der Teilbereich Busse, der momentan das größte Sorgenkind des MAN-Konzerns ist, weitete dabei allerdings seinen Vorsteuerverlust um 30 Millionen Euro auf 84 Millionen Euro aus. Dieser wurde durch operative Ertragsverbesserungen im Lkw-Geschäft jedoch mehr als ausgeglichen. Im laufenden Geschäftsjahr soll der Bus-Bereich nach früheren Ankündigungen von Konzernchef Rudolf Rupprecht sein Minus wenigstens halbieren.

"Die Geschäftsergebnisse unseres Bus-Bereiches sind noch nicht zufrieden stellend, zumal der Volumenrückgang auf diesem Sektor besonders spürbar war", räumte auch Samuelsson ein. Die Integration des übernommenen Busbauers Neoplan schreite aber zügig voran. Verwaltungs- und Vertriebsfunktionen in Deutschland würden derzeit verschlankt. Der - bedingt durch die schwache Konjunktur und die leeren Kassen der Städte - aktuell schwachen Marktsituation werde MAN Nutz mit dem vergangene Woche angekündigten Abbau von 1000 Stellen in Stuttgart und Salzgitter entgegensteuern.

2002 hatte der Bus-Bereich seinen Umsatz um 13 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro gesteigert - bereinigt um Konsolidierungseffekte ergab sich allerdings ein Minus von neun Prozent. Die gesamte Nutzfahrzeugdivision musste einen Umsatzrückgang um drei Prozent auf 6,56 Milliarden Euro hinnehmen. Der Auftragseingang legte um vier Prozent auf 6,53 Milliarden Euro zu.

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