Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.01.2003

15:10 Uhr

2003 mindestens eine neue Allianz

GPC Biotech auf Partnersuche

Die Martinsrieder GPC Biotech AG geht nach Worten von Vorstandschef Bernd Seizinger aktuell nicht davon aus, dass ihr Partner Altana seinen Minderheitsanteil von 8,3 Prozent aufstockt. Zugleich bekräftige Seizinger das Ziel, weitere Allianzen mit Pharma-Unternehmen einzugehen.

Reuters MARTINSRIED. Altana habe zuletzt bereits klargestellt, dass man diesbezüglich keine Interessen verfolge, sagte Seizinger am Mittwoch im Interview mit Reuters. Der Anteil des Bad Homburger Pharma- und Spezialchemiekonzerns liege bewusst unter zehn Prozent, um die Unabhängigkeit von GPC Biotech auch nach Außen hin zu dokumentieren. Dies sei wichtig, um weitere Partner zu gewinnen. "Weder Altana noch wir sind derzeit an einer Aufstockung des Anteils interessiert", resümierte Seizinger.

GPC wolle aber weitere Allianzen eingehen, die - wenn auch keineswegs zwingend - Beteiligungen an GPC umfassen könnten, ergänzte der Vorstandschef. "Wir gehen davon aus, dass wir 2003 noch mindestens eine neue Allianz bekannt geben werden." Namen oder einen konkreten Zeitpunkt nannte er nicht. GPC sei angesichts des hohen Liquiditätsbestandes aber keineswegs gezwungen, potenziellen Partnern Anteile am Unternehmen anzubieten. "Unser Cash-Bestand ist äußerst positiv, wir hatten Ende des dritten Quartals 2002 120 Millionen Euro auf der Bank."

GPC hatte am Morgen mitgeteilt, im Rahmen der Partnerschaft mit Altana für das Erreichen von Forschungszielen Zahlungen von insgesamt 2,45 Millionen US-Dollar zu erhalten. Seizinger unterstrich, diese Erlöse seien nicht identisch mit bereits am 8. Januar veröffentlichten Meilensteinzahlungen, die ebenfalls von Altana stammten. "Sie können davon ausgehen, dass in unseren bestehenden Allianzen auch 2003 weitere Meilensteine erreicht werden", fügte er hinzu.

Die Prognose für das abgelaufene Geschäftsjahr, wonach der Umsatz des im Nemax50 gelisteten Unternehmens um 50 Prozent auf 21 Millionen Euro klettern und ein Verlust von 30 bis 35 Millionen Euro anfallen soll, bekräftigte Seizinger. "Wir gehen davon aus, dass wir das schaffen und halten an unserer Guidance fest", sagte er. 2003 rechne er mit einem erneuten Umsatzplus.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×