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20.01.2003

13:07 Uhr

2003 soll noch keine Wende bringen

Flaue Konjunktur bremst Wohnwagen aus

Die flaue Konjunktur hat im vergangen Jahr den Umsatz mit Caravans und Reisemobilen auf dem deutschen Markt um 4,8 Prozent auf 4,07 Milliarden Euro schrumpfen lassen. Dies war der erste Rückgang seit fünf Jahren, teilte der Caravaning Industrie Verband Deutschland (CIVD) am Montag auf der Messe Caravan Motor Touristik in Stuttgart mit.

dpa STUTTGART. Dabei belief sich der Umsatz mit Neufahrzeugen auf 1,99 Mrd. Euro (minus 8 Prozent); die Erlöse aus dem Gebrauchtfahrzeugverkauf blieben mit 1,69 Mrd. Euro stabil. Der Umsatz mit Zubehör sank um fünf Prozent auf 393 Mill. Euro.

"Wir gehen nicht davon aus, dass 2003 eine Trendwende auf dem Markt bringen wird", sagte Verbandspräsident Klaus Förtsch. Die Hoffnungen richteten sich auf 2004. Laut einer Umfrage rechneten die deutschen Hersteller zu 88 Prozent mit einem stabilen oder leicht wachsenden Exportgeschäft mit Caravans; bei den Reisemobilen erwartete eine überwältigende Mehrheit eine stabile oder wachsende Ausfuhr. Etwa zwei Drittel der in Deutschland produzierten Caravans geht ins Ausland, bei den Reisemobilen sind es 42 Prozent. Dagegen wird der Inlandsmarkt sehr viel skeptischer beurteilt.

Auch die durchschnittlichen Preise verringerten sich im vergangenen Jahr um 2,3 Prozent auf 47 000 Euro bei den Reisemobilen, die über einen eigenen Motor verfügen. Die Caravans, die an Pkw angehängt werden, blieben bei einem Durchschnittspreis von 13 400 Euro stabil. Der Gesamtbestand an Caravans und Reisemobilen in Deutschland erreichte mit knapp 1,5 Millionen einen Rekordbestand.

In Deutschland, dem europaweit zulassungsstärksten Land, wurden 2001 mit 22 600 8 Prozent weniger Caravans neu zugelassen, mit 17 750 gut 6 Prozent weniger Reisemobile. Im Gegensatz dazu war für die europäische Caravaning-Branche 2002 ein Rekordjahr: Die Neuzulassungen bei Caravans stiegen europaweit um 1,1 Prozent auf 107 200 Einheiten, bei Reisemobilen um 3,6 Prozent auf 58 600.

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