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09.02.2001

16:40 Uhr

dpa CAHORS. Frankreich und Großbritannien wollen gemeinsam die illegale Einwanderung schärfer bekämpfen. Dazu sollen die beiderseitigen Polizeikontrollen der Bahnverbindung Paris-London verschärft werden, hieß es auf dem 23. Gipfeltreffen beider Länder am Freitag in der südfranzösischen Stadt Cahors. Paris und London wollen zu diesen Fragen eine informelle "Ärmelkanal-Kommission" ins Leben rufen, die sich gleichzeitig mit sozialen Fragen beschäftigen soll.

Der französische Premierminister Lionel Jospin schlug vor, dass auf dem Pariser Nordbahnhof künftig auch britische Polizisten kontrollieren können. Ihre französischen Kollegen sollen dieses Recht in London am andere Ende der Eurostar-Bahnverbindung haben. Am Rande des Gipfeltreffens kam es im Zentrum dieser Stadt im Weinbaugebiet zu einer Kundgebung mehrerer hundert Demonstranten des französischen Bauernverbandes gegen britisches Rindfleisch.

Bei dem Treffen ging es auch um Fragen der künftigen Europapolitik. Staatspräsident Jacques Chirac habe von einem sich allmählich zu einer Art Staatenbund entwickelnden Europas gesprochen, in dem die Nationen und ihre Besonderheiten beibehalten werden, hieß es. Der britische Premierminister Tony Blair habe die Frage aufgeworfen, wie Europa mit seiner Integration vorankommen könne, ohne dass die Staaten ihre Identität verlören. Beide Politiker kamen überein, diese Diskussion in enger Abstimmung weiterzuführen und sie nicht den übrigen EU-Ländern allein zu überlassen.

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