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02.08.2000

11:12 Uhr

Reuters NEW YORK.

Nach dem Börsengang des US-Investmenthauses Goldman Sachs Group im vergangenen Jahr haben Großaktionäre und Partner zum ersten Mal in großem Umfang eigene Aktien verkauft. Goldman Sachs teilte am Dienstagabend mit, insgesamt 40 Mill. Aktien des US-Brokerhauses seien am Markt platziert worden. Zu den Verkäufern gehören internationale Großaktionäre wie die japanische Sumitomo Bank.

Beim bislang größten einzelnen Aktienverkauf eines US-Finanzhauses seien Anteilsscheine im Wert von rund vier Mrd. $ verkauft worden. Im Mai 1999 war Goldman Sachs nach 130 Jahren als Privatgesellschaft an die Börse gegangen. Erstmals seitdem konnten Partner und Großaktionäre des Wertpapierhauses nun einige ihrer Aktien verkaufen. Durch den Börsengang flossen den Großaktionären und dem Unternehmen rund 3,7 Mrd.$ an Erlösen zu. Die Titel seien zu einem Kurs von 99,75 $ je Aktie am Markt untergebracht worden, einen Dollar unter dem Schlusskurs vom Dienstag bei 100,75 $.

Mit dem Verkauf würden rund 1,64 Mrd.$ an rund 150 aktuelle und ehemalige Partner von Goldman Sachs fließen. Dadurch steige auch der Streubesitz bei Goldman Sachs auf 27 von zuvor 17 %, wodurch die Investorenbasis ausgeweitet werde, teilte Goldman Sachs mit. Ursprünglich hatten sich die Gesellschafter der Investmentbank darauf geeinigt, ihre Aktien bis mindestens 2002 zu halten.

Top-Manager des Finanzhauses, darunter Vorstandschef Henry Paulsen, hatten zuvor mitteilen lassen, sie würden sich nicht von ihren Aktien trennen.

Am Markt verkauft wurden nach Angaben von Goldman Sachs 16,4 Mill. Aktien aus der Hand ehemaliger und gegenwärtiger Partner sowie 23,6 Mill. Aktien der beiden Großaktionäre Sumitomo Bank und der Kamehameha-Stiftung aus Hawaii. Der Wert des Aktienpakets der Großaktionäre betrage rund 2,35 Mrd.$. Wie die Sumitomo-Bank unterdessen mitteilte, sinkt durch den Verkauf ihre Beteiligung an Goldman Sachs auf 3,6 % von bislang 6,3 %.

Dies müsse auf absehbare Zeit nicht der einzige größere Verkauf eigener Aktien gewesen sein, hieß es von Seiten des US-Investmenthauses. Falls die Nachfrage stark genug sei, könnten innerhalb der nächsten 30 Tage noch weitere sechs Mill. Aktien zum Kauf angeboten werden

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