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29.06.2000

16:06 Uhr

dpa-afx MANNHEIM. Der Nahrungsmittelkonzern Südzucker will den Abbau von 300 Stellen bei der Schließung dreier Zuckerfabriken in Sachsen und Bayern sozialverträglich gestalten. "Wir haben einen Einstellungsstopp verfügt", sagte Sprecher Rainer Düll am Donnerstag. Frei werdende Stellen in anderen Werken würden dann den Arbeitnehmern aus den drei Fabriken im unterfränkischen Zeil und in den sächsischen Orten Delitzsch und Löbau angeboten. Für die Mitarbeiter, die nicht intern weiter vermittelt werden könnten, solle ein Sozialplan ausgehandelt werden.

Der Aufsichtsrat der Südzucker AG (Mannheim/Ochsenfurt) hatte am Mittwoch beschlossen, die Werke in Zeil und Delitzsch nach der Zuckerkampagne 2001 zu schließen. Das Werk in Löbau soll ein Jahr später stillgelegt werden. Die Schließungen wurden mit den "EU-weit gekürzten Anbauflächen" für Zuckerrüben begründet. Mehr als 1 000 Mitarbeiter und Angehörige hatten am Mittwoch in Mannheim gegen die Pläne protestiert.

Betriebsräte und Gewerkschafter wollen nun ihr weiteres Vorgehen beraten. "Trotz der Verschiebung der ursprünglich zum Jahresende geplanten Schließungen werden wir weiter um den Erhalt der Werke mit ihren rund 300 Mitarbeitern kämpfen", sagte Axel Beckert, Chef der Verwaltungsstelle Leipzig der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Betriebsräte und NGG wollten sich ab Donnerstag in Mannheim treffen. Das sächsische Landwirtschaftsministerium forderte den Südzucker-Konzern auf, nun Vorschläge für Alternativen in Delitzsch und Löbau vorzulegen. "Wir sind gesprächsbereit", sagte Sprecher Dirk Reelfs. Finanzielle Hilfen könnten aber noch nicht zugesagt werden./av/DP

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