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18.02.2002

12:06 Uhr

30 % Kursverlust

Gerüchte um Unregelmäßigkeiten belasten Comroad stark

Die Aktien des Telematikdienstleisters Comroad haben am Montag nach Händlerangaben auf Grund von Spekulationen über angeblich nicht existierende Geschäftsbeziehungen erneut deutlich nachgegeben. "Das sind wieder die alten Gerüchte", sagte ein Händler und verwies dabei auf eine Reihe von Magazinberichten, in denen die Existenz von Geschäftsbeziehungen des Unternehmens vor allem nach Asien bezweifelt wurden.

Reuters FRANKFURT. Einige institutionelle Anleger wollten offenbar um fast jeden Preis aus der Aktie heraus, fügte der Händler hinzu. Im frühen Handel verlor die Aktie mehr als ein Drittel an Wert und fiel auf 3,90 ?, nachdem sie schon am Freitag deutlich nachgegeben hatte. Um 11.15 Uhr MEZ lag das Papier noch mit 30 % im Minus bei 4,04 ?.

Zu den Berichten um angeblich nicht existierende Geschäftsbeziehungen sagte Comroad-Sprecher Stefan Mehler am Freitag, das Unternehmen befinde sich weiterhin in einem Rechtstreit mit dem Anlegermagazin "Börsen-Online", das die Geschäftsbeziehungen in Zweifel gezogen hatte. "Wir haben testierte Abschlüsse seit 1995 von KPMG", fügte er hinzu. Das Unternehmen werde die Bilanzpressekonferenz im März nutzen, um alle Verträge mit den 37 Partnern offen zu legen und weitere Beweise für die Partnerschaften vorlegen.

Comroad hatte am Freitag mitgeteilt, der englische Partner Skynet Telematics Ltd. habe Vergleich angemeldet. Die Skynet Telematics Inc., in die Comroad 1 Mill. $ investiert habe, sei davon nicht betroffen. Auch seien keine Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf von Comroad zu erwarten. Händler sagten am Montag, diese Nachricht wirke sich nur begrenzt auf den Kurs aus.

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