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22.01.2001

12:25 Uhr

dpa CANNES. Die französische Musik hat einen noch nie da gewesenen Boom im Ausland erlebt. Getragen wird der Exportboom vor allem von der Techno-Szene und elektronischer Dance-Musik. Im Jahr 1999 sei eine Rekordzahl von über 34 Mill. französischer Tonträger außerhalb Frankreichs verkauft worden, teilte das Exportbüro für französische Musik auf der Musikmesse Midem in Cannes mit, die am Montag in ihren zweiten Tag ging. Das sei mehr als ein Drittel des gesamten Verkaufs französischsprachiger Alben. 1992 gingen den Angaben zufolge noch magere 1,5 Mill. im Ausland über die Ladentische. Insgesamt seien mit den 34 Mill. Platten fast 643 Mill. Franc (216 Mill. DM) Umsatz erwirtschaftet worden. Der Inlandsmarkt hingegen stagniere.

Vor allem Modjo brach mit 1,1 Mill. verkauften Singles seit Sommer 2000 in etliche ausländische Charts ein und erreichte Nummer- Eins-Status unter anderem auf dem sonst eher abgeschotteten britischen Markt. Aber auch die Weltmusik vornehmlich afrikanisch- stämmiger Künstler wie Khaled und Les Nubians habe großen Anteil am Erfolg. Auch klassische Chansons und Instrumentalmusik verkauften sich gut. Die Palette der außerhalb ihres Landes erfolgreichen Künstler reicht von Patricia Kaas über Wes und Vanessa Paradis bis zu Jean-Michel Jarre und Daft Punk.

Jede fünfte im Ausland verkaufte französische Platte gehe über deutsche Ladentische, jede achte werde in Großbritannien verkauft, hieß es. Insgesamt macht der europäische Markt 78 % des Exportvolumens aus, 13,5 % gehen nach Nord- und Südamerika und fast sieben Prozent nach Asien.

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