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05.07.2000

12:37 Uhr

FRANKFURT dpa-afx. Die am Mittwoch am Neuen Markt erstmals notierten Aktien der Medianet.com AG haben sich im Vergleich zu ihrem Ausgabepreis bis zum Mittag nur wenig verändert. Die Erstnotiz des Marburger Anbieters von Technologie für kundenindividuelles Heimkino, das so genannte "Cinema on Demand", wurde in Frankfurt bei 21 Euro unverändert im Vergleich zum Emissionspreis festgestellt. Bisher schwankten die Aktien zwischen 20,00 und 21,40 Euro, zuletzt wurden um 11.45 Uhr 20,30 Euro bezahlt.

Einem Frankfurter Händler zufolge konnte sich die Aktie im frühen Geschäft im Vergleich zu ihrem Ausgabeniveau sehr gut behaupten. Dann sei jedoch Druck spürbar geworden, der sowohl von Privatanlegern als auch von institutioneller Seite aufgekommen sei. Dieser habe sich auch in den Umsätzen widergespiegelt und drückte den Titel bis auf sein Tief bei 20 Euro. Anschließend konnte der Titel sich wieder stabilisieren.

Insgesamt wurden 1,9 Mill. Aktien des Spezialisten für Medien-Te chnologie per Internet ausgegeben, woraus sich ein Emissionsvolumen von knapp 40 Mill. Euro ergibt. Dabei gingen rund 35% der sechsfach überzeichneten Emission in die Depots von Privatanlegern. Das von dem Unternehmen angebotene "Cinema on Demand"-Prinzip soll es ermöglichen, sich aus dem Wohnzimmer heraus per Fernbedienung über das Internet Filme digital auf ein spezielles Empfängergerät zu ordern.

Diese stünden dann 24 Stunden lang zur Verfügung, dürften aber ähnlich hohe Kosten verursachen wie das Ausleihen eines Videofilms in einer Videothek. Das Herunterladen eines Spielfilms kann zudem zwei bis fünf Stunden dauern. Der Empfänger benötigt zwei spezielle Geräte für den Empfang und die Speicherung des Films, die zusammen mehr als 1.500 DM kosten.

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