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07.01.2003

09:31 Uhr

4000 Stellen fallen weg

Konica und Minolta schmieden Foto-Ehe

Die beiden führenden japanischen Kamera- und Bürogerätehersteller Konica und Minolta wollen sich zusammenschließen. Dazu sollen die Geschäfte der Partner im August unter dem Dach einer Holding kombiniert werden, wie die Unternehmen am Dienstag mitteilten.

Konica-Präsident Fumio Iwai und Minolta-Chef Yoshikatsu Ota haben den Zusammenschluss ihrer beiden Unternehmen vereinbart. Foto: dpa

Konica-Präsident Fumio Iwai und Minolta-Chef Yoshikatsu Ota haben den Zusammenschluss ihrer beiden Unternehmen vereinbart. Foto: dpa

rtr/dpa TOKIO. Der immer schärfere Konkurrenzdruck durch Digitalkameras veranlasst Konica und Minolta zusammenzugehen. Wie die Unternehmen am Dienstag bekannt gaben, plant Konica zum 1. April eine Holdinggesellschaft, in die Minoltas Geschäfte im August aufgehen sollen. Dadurch könnten bis zum Jahre 2005 rund zehn Prozent oder 4000 der zusammen 38 500 Arbeitsplätze eingespart und der Umsatz bis 2006 um 24 % gesteigert werden.

Der Zusammenschluss von Konica und Minolta erfolgt, weil die Produzenten herkömmlicher Kameras auf Filmbasis rapide Marktanteile an die Hersteller von Digitalkameras wie Sony und Canon verlieren. Das geplante neue Unternehmen Konica Minolta Holdings strebt zum Geschäftsjahr 2005 (1. April) einen operativen Gewinn von 150 Mrd. Yen (1,2 Mrd. ?) bei Umsätzen von 1,3 Billionen Yen an. Es entstünde Japans viertgrößter Hersteller von Präzisionsmaschinen wie Kameras und Kopierern. Angestrebt werde ein Marktanteil bei Digitalkameras bis 2005/2006 von über 15 %.

Konica-Präsident Fumio Iwai soll die Leitung der Holding übernehmen, auf seinen Minolta-Kollegen Yoshikatsu Ota entfällt das Amt des Vize-Präsidenten. Ihre Konzerne wollen am 16. Januar über den Anteil der Aktien entscheiden, den jeder Aktionär der beiden Firmen durch die Integration erhält. Die Aktie von Minolta stieg am Dienstag um 1,5 % auf 536 Yen, Konica fielen um 0,8 % auf 864 Yen.

Der Agentur Bloomberg zufolge war der Umsatz mit japanischen Digitalkameras in den elf Monaten bis November um 44 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, während der von Filmkameras um 27 % sank. Der Absatz aller Arten von Kameras mache ein Drittel des Gesamtumsatzes bei Konica und ein Fünftel bei Minolta aus.

Konica, der weltweit drittgrößte Filmhersteller für Fotoapparate, und Minolta, einer der führenden Produzenten von Spiegelreflexkameras, hatten bereits ein gemeinsames Zulieferabkommen bei Fotokopiergeräten geschlossen und arbeiten bei der Herstellung von Tonern zusammen.

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