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31.01.2003

19:50 Uhr

6000 Demonstranten in Nürnberg

Proteste gegen einen Irak-Krieg

Mit einer Menschenkette haben am Freitagabend in Nürnberg rund 6000 Kriegsgegner gegen einen drohenden US-Angriff auf den Irak demonstriert.

Demonstration gegen einen drohenden Irak-Krieg, Foto: dpa

Demonstration gegen einen drohenden Irak-Krieg, Foto: dpa

HB/dpa NÜRNBERG/BERLIN. Die rund einen Kilometer lange Kette verband die Innenstadt mit dem Amerika-Haus. Vertreter der Initiative "Bürger für den Frieden" übergaben dem Leiter des US- Kulturinstituts, William Sheldon, eine Resolution, in der sie von US- Präsident George W. Bush einen sofortigen Stopp der Kriegsvorbereitungen verlangten.

Vor dem Verteidigungsministerium in Berlin hatten zuvor etwa 50 Menschen mit einer Sitzblockade gegen die Irak-Politik der Bundesregierung protestiert. Sie warfen der Regierung vor, trotz gegenteiliger Aussagen den geplanten Krieg im Irak zu unterstützen. Anlass für die Aktion der Organisationen "Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär" und "resist" war die Aussage von Regierungsmitgliedern, den US-Streitkräften Überflugrechte zu gewähren.

Etwa 30 Mitglieder des Verbandes "Ärzte für die Verhütung eines Atomkrieges" legten vor die US-Botschaft in Berlin zehn lebende Jugendliche in Leichensäcken. Sie wollten damit zeigen, was der irakischen Bevölkerung im Kriegsfall drohe. Die Ärzte befürchten bei einem Irak-Krieg "Hunderttausende zivile Opfer". Sie forderten die USA zu weiteren Verhandlungen auf und wandten sich auf einem Plakat auch an die deutsche Regierung: "Solidarität ja - Krieg nein".

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