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03.08.2000

20:39 Uhr

7 000 Punkte gehalten

Technologiewerte setzen Dax unter Druck

Der Index fiel zeitweise unter die psychologisch bedeutsame Marke von 7 000 Punkten. Dazu trug auch ein Kursrückschlag bei der Deutschen Bank bei.

dpa FRANKFURT/MAIN. Einbrüche bei Technologieaktien haben den Deutschen Aktienindex am Donnerstag erheblich belastet. Der Index fiel zeitweise unter die psychologisch bedeutsame Marke von 7 000 Punkten. Dazu trug auch ein Kursrückschlag bei der Deutschen Bank bei. Der Dax schloss den Handel bei 7 037,91 Punkten um 1,1 % geschwächt. Die Verlustfahrt führte den Dax am Nachmittag bis auf ein Tagestief von 6 954,60 Punkten. Nachdem die Indizes an der Wall Street ins Plus drehten, konnte auch der Dax seine Verluste begrenzen.

Dagegen lag der MDax aus 70 Nebenwerten bei 4 834,58 Zählern und damit um 0,43 % im Plus. Am Neuen Markt gaben die Wachstumswerte im NEMAX 50 (Performance-Index) um 3,24 % auf 5 586,68 Punkte nach. In New York behauptete sich der Dow-Jones-Index führender Industriewerte zuletzt knapp mit 0,13 % im Minus bei 10 676,18 Punkten. Die High-Tech-Börse NASDAQ erholte sich von frühen Verlusten und gewann 0,11 % auf 3 662,61 Punkte.

An den Börsen in Paris und London gaben die Kurse gleichfalls deutlich nach. Der EuroStoxx-50-Index der führenden europäischen Titel sank in Paris um 1,89 % und schloss bei 4 995,82 Punkten. Technologiewerte standen auch hier unter Druck. Ohne spürbaren Einfluss auf die Märkte in Europa blieb nach Händlerangabe die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank. Die Währungshüter ließen das Leitzinsniveau nach der EZB-Ratssitzung unverändert.

Besonders Epcos-Aktien waren für den kräftigen Rutsch des Marktes verantwortlich. Sie schlossen um 9,71 % schwächer bei 90,29 Euro. Der Markt werde die Neunmonatszahlen des Halbleiterlieferanten erst honorieren, wenn sich die Stimmung für die gesamte Branche bessert, sagte ein Händler. Ebenfalls schwach beendeten Aktien des Münchener Technologieriesen Siemens den Handel. Sie fielen um 4,46 % auf 158,50 Euro. Infineon notierten mit 68,50 Euro um 3,51 % leichter.

Der Kurs der Deutsche-Bank-Aktie sank am Tag der Veröffentlichung von Halbjahreszahlen um 2,55 % auf 95,50 Euro. Die Zahlen seien zwar gut ausgefallen, hätten aber "niemanden vom Hocker gerissen", urteilte Analyst Georg Kanders von der WestLB Panmure. Zu den wenigen Werten, die gegen den Trend nachgefragt wurden, zählten die Aktien von Henkel, BMW und Preussag. Henkel schlossen mit einem Plus von 2,80 % auf 68,70 Euro als Tagesgewinner.

Der Euro fiel im Frankfurter Devisenhandel zeitweise auf ein neues Zehn-Wochen-Tief. Zuletzt notierte er bei 0,9056 $. Demnach kostete ein $ 2,1599 DM. Die EZB hatte den Referenzkurs auf 0,9028 $ festgesetzt. Die Schwäche der europäischen Währung belastete den Rentenmarkt, dessen REX-Index um 0,2 % auf 109,02 Punkte abgab. Mit einem Kursabschlag von 0,1 % lag der Bund-Future bei 105,44 Zählern. Die Umlaufrendite wurde von der Bundesbank bei 5,27 % (Mittwoch: 5,23) festgestellt.

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