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19.01.2001

19:28 Uhr

vwd/ap MAINZ. Ungeachtet der Aufregungen um BSE, Uranmunition, Straßenkämpfer-Vergangenheit und Flugaffäre sind Sozialdemokraten und Grüne in der Wählergunst stabil. Nach dem am Freitag in Mainz veröffentlichten ZDF-Politbarometer, für das die Forschungsgruppe Wahlen zwischen dem 15. Und 18. Januar knapp 1 300 Wahlberechtigte befragte, liegen die Sympathiewerte für die Berliner Regierungsparteien unverändert bei 44 (SPD) beziehungsweise sechs Prozent (Grüne).

Die CDU/CSU musste nach der Untersuchung gegenüber dem Vormonat Verluste von zwei Prozentpunkten hinnehmen und liegt jetzt bei 37 %. Die FDP verbesserte sich von fünf auf sechs Prozent, die PDS verharrte bei vier Prozent. Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, würden sich gegenüber Dezember und November unverändert 41 % für die SPD, sechs Prozent für die Grünen, 38 % für die CDU/CSU, sechs Prozent für die Freien Demokraten und fünf Prozent für die PDS entscheiden. Alle anderen Parteien kämen zusammengenommen auf vier Prozent.

In der Rangfolge der wichtigen Politiker in Deutschland musste Außenminister Joschka Fischer wegen seiner militanten Vergangenheit den ersten Platz an Bundeskanzler Gerhard Schröder abtreten. Der Sympathiewert des SPD-Vorsitzenden sank zwar um 0,2 Punkte auf 1,8, doch sackte Fischer von 2,2 auf 1,6 Punkte. Allerdings hoben die Demoskopen hervor, dass der frühere Straßenkämpfer die schlechtere Bewertung "fast ausschließlich" Anhängern von Union und Liberalen zu verdanken hat. 76 % der Befragten sind im Übrigen gegen einen Rücktritt Fischers.

Auf Platz drei der Skala zwischen plus und minus fünf liegt die CDU-Vorsitzende Angela Merkel (0,9 Punkte/minus 0,1) gefolgt von Bundesfinanzminister Hans Eichel (0,9/minus 0,2), Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (0,7/minus 0,3) und Verteidigungsminister Rudolf Scharping (0,4/minus 0,2). Erstmals tauchen auf der Liste FDP-Generalsekretär Guido Westerwelle (0,3) und die neue Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast von den Grünen mit ebenfalls 0,3 Punkten auf.



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