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18.01.2001

18:43 Uhr

ap WASHINGTON. Zur Amtseinführung von George W. Bush am Samstag bereiten sich die Behörden in Washington auf die größten Protestkundgebungen seit fast 30 Jahren vor. 7 000 Polizisten und acht Kilometer lange Absperrungen sollen verhindern, dass die Zeremonie vor dem Kapitol in Washington gestört wird. Erstmals sollen Teilnehmer der Parade zum Weißen Haus an Kontrollposten der Polizei und des Secret Service ihre Taschen durchsuchen lassen. Die Sicherheitskräfte rechnen mit bis zu 700 000 Besuchern.

Schusssichere Glasscheiben und Scharfschützen sollen zusätzliche Sicherheit garantieren. Zahlreiche Aktivistengruppen haben bereits massive Proteste für Samstag angekündigt - bis zu 20 000 Menschen sollen Stimmung gegen Bushs Vereidigung zum 43. Präsidenten der Vereinigten Staaten machen. Bei der Vereidigung von Richard Nixon hatten 1973 mehr als 60 000 Menschen gegen den Vietnamkrieg demonstriert.

Am Donnerstag nahm die Polizei in Washington drei Greenpeace-Aktivisten fest, die gegen die Umweltpolitik der künftigen US-Regierung protestierten. Umweltschützer befürchten, dass die als Innenministerin nominierte Gale Norton Ölbohrungen in einem Naturschutzgebiet in Alaska zulassen will. Zwei der später Festgenommenen seilten sich aus dem fünften Geschoss des Innenministeriums ab, in den Händen ein Transparent mit der Aufschrift: "Bush und Norton: Unser Land, kein Ölland!" Ein dritter Greenpeace-Aktivist wurde auf dem Dach des Ministeriums festgenommen.



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