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28.06.2000

15:46 Uhr

96 Prozent der Firmenkunden sind Mittelständler

Deutsche Bank will Mittelständlern den Weg ins World Wide Web weisen

Die größte Bank Deutschlands wehrt sich gegen Vorwürfe, sie vernachlässige das Mittelstandsgeschäft. An der Privatuniversität Witten-Herdecke präsentierte das Institut Inititativen zur Wissenschaftsförderung für mittelständische Unternehmen.

adn FRANKFURT/MAIN. Das Kreditgeschäft in diesem Segment sei im vergangenen Jahr sogar um sechs Prozent ausgedehnt worden, sagte Vorstand Carl L. von Boehm-Bezing am Mittwoch in Frankfurt am Main. 96 % der Firmenkunden zählten zum Mittelstand. "Wir wären Toren, wenn wir uns aus diesem Geschäftsfeld zurückziehen würden." Mit dem Präsidenten der privaten Universität Witten/Herdecke, Walther Ch. Zimmerli, stellte Boehm-Bezing eine 180 Seiten starke E-Commerce-Broschüre vor.

Das Dokument wurde gemeinsam mit dem Institut für Familienunternehmen (Difu) erstellt, das die Deutsche Bank vor drei Jahren an der Wirtschaftsfakultät der Universität Witten/Herdecke gründete. Behandelt werden zentrale Fragestellungen rund um den Verkauf im Internet. Auch Checklisten und Hinweise auf vertiefende Literatur sind enthalten.

Autor der Broschüre ist Bernd Wirtz, der im Difu den Lehrstuhl für Unternehmensführung inne hat.

Gleichzeitig gab Boehm-Bezing die Gründung eines so genannten Wittener Kreises bekannt. Er soll als Zusammenschluss von Familienunternehmen, Wissenschaftlern, Studenten und anderen die DIFU begleiten. Die Deutsche Bank unterstützt Initiativen des Projekts finanziell. Geplant sind gemeinsame Publikationen, Workshops, Veranstaltungen, Fallstudien, die Erarbeitung von Nachfolgekonzepten und Seminarveranstaltungen mit Studenten wie Unternehmen.

Über einen Zeitraum von sieben Jahren investieren die Frankfurter jeweils zwei Mill. DM jährlich in das Difu mit seinen drei Lehrstühlen. Ziel sei die Schaffung eines "Center of Competence", das Ansprechpartner für mittelständische Unternehmen in allen wirtschaftlichen, soziologischen und rechtlichen Belangen sein solle, sagte Boehm-Bezing. Das Angebot umfasst neben Forschung und Lehre auch Beratung und Weiterbildung und richtet sich an Kinder von Familienunternehmen sowie Studenten, die später ein Familienunternehmen übernehmen wollen.

Am 25. und 26. Mai 2001 findet der zweite Kongreß für Familienunternehmen statt. Inzwischen belegten nahezu ein Viertel der Studierenden in den Wirtschaftswissenschaften die Veranstaltungen der Difu, sagte Zimmerli. Das entspreche einer Anzahl von 100 Studenten.

Daneben betreuten Innovationsteams der Deutschen Bank rund 250 Unternehmen. Die DVCG Deutsche Venture Capital Gesellschaft mbH habe bislang Beteiligungen an 43 jungen Unternehmen in Höhe von 107 Mill. Mark erworben. Zur Qualifizierung von Familiennachfolgern sei zudem die Deutsche Juniorenakademie (DJA) ins Leben gerufen worden. In den vergangenen zwei Jahren seien im Rahmen der DJA 235 Jungmanager auf ihre Aufgaben vorbereitet worden.

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