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09.01.2001

11:00 Uhr

ap BAKU. Der russische Präsident Wladimir Putin ist am Dienstag zu einem zweitägigen Besuch in der früheren Sowjetrepublik Aserbaidschan eingetroffen. Putin wurde am Flughafen in Baku von Staatschef Geidar Alijew begrüßt. Beide Politiker wollten Abkommen über die gemeinsame Nutzung von Erdöl- und Erdgasvorkommen im Kaspischen Meer und über politische Zusammenarbeit unterzeichnen. Im Kaspischen Meer gibt es Schätzungen zufolge Ölvorkommen von bis zu 70 Mrd. Barrel (das Fass zu 159 Litern).

Russland ist bestrebt, seinen Einfluss auf die GUS-Staaten zu vergrößern und konzentriert sich dabei vor allem auf die instabile und ölreiche Kaukasusregion. So will Moskau gemeinsam mit Aserbaidschan den Ausbau der Ölförderstätten Such und Gowsani vorantreiben. Während seines Besuchs in Aserbaidschan wollte Putin auch einen Kranz für die Opfer des Kriegs um Berg-Karabach niederlegen. In diesem zu Aserbaidschan gehörenden Gebiet leben hauptsächlich Armenier. Mit armenischer Unterstützung hatten Separatisten aserbaidschanische Truppen aus dem Gebiet vertrieben. 1994 beendete ein Waffenstillstand den sechsjährigen Krieg, in dem 15 000 Menschen getötet und eine Mill. zu Flüchtlingen wurden. Russland vermittelt neben den USA und Frankreich, um einen dauerhaften Frieden zu erreichen.



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