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11.01.2001

16:08 Uhr

dpa MOSKAU. Russland und Deutschland wollen gemeinsam das russische Jagdflugzeug MiG-29 zu Gunsten von Drittstaaten modernisieren und vermarkten. Das geht aus einem Rahmenabkommen hervor, das am Donnerstag von Michail Dmitrijew, stellvertretender Verteidigungsminister Russlands, und vom deutschen Botschafter in Russland, Ernst-Jörg von Studnitz, in Moskau unterzeichnet wurde.

Beide Länder wollen ein einheitliches System für Betrieb, Instandsetzung und Modernisierung von MiG-29-Flugzeugen in Europa schaffen. Damit sollen die Betriebskosten für Länder des aufgelösten Warschauer Paktes erheblich gesenkt werden, die noch über MiG-29-Jäger verfügen. Modernisierte Flugzeuge sollen auch an Drittländer verkauft werden.

Der Wert der Modernisierungsarbeiten allein in Europa wird von Fachleuten auf insgesamt etwa eine Milliarde US-Dollar (1,06 Mrd. Euro/2,08 Mrd. Mark) geschätzt. In den Ländern des ehemaligen Warschauer Paktes seien zurzeit 136 MiG-29-Jäger registriert. Die deutsche Luftwaffe besitzt 23 Flugzeuge des Typs aus Altbeständen der früheren DDR.

Das russisch-deutsche Joint Venture MiG Aircraft Production Support GmbH (MAPS), das ins Leben gerufen werde, solle die Flugzeuge modernisieren, vermarkten und warten. Gesellschafter sind die MiG-Modernisierungsgesellschaft in Manching (Oberbayern) sowie das staatliche russische Waffenhandelsunternehmen Rosoboronexport.

Das Abkommen gilt vorerst drei Jahre. Nach der Unterzeichnung schloss Dmitrijew eine Verlängerung für weitere drei Jahre nicht aus. "Wenn das Abkommen erfolgreich verwirklicht wird, werden wir diese Tätigkeit auch außerhalb Europas abwickeln, weil es Maschinen dieses Typs weltweit gibt", sagte der Minister.

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