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28.07.2000

19:05 Uhr

Absegnung des Börsenprospekts ist eine öffentliche Aufgabe

iX wird britischen Handelsregeln unterliegen

Die Standards in London sind für die Anleger transparenter als in Frankfurt, meint Howard Davies, Chairman der Financial Services Authority, FSA.

vwd LONDON. An der künftigen Börse iX wird eher nach britischen als nach deutschen Regeln gehandelt werden. Wie Howard Davies, Chairman der britischen Wertpapieraufsichtsbehörde (Financial Services Authority - FSA) in einem Interview mit der Nachrichtenagentur "Dow Jones Newswires" am Freitag sagte, seien die Standards in London für die Anleger transparenter als in Frankfurt. Deshalb würde der Markt und insbesondere Fondsmanager die New Yorker bzw. Londoner Standards favorisieren. Die Deutschen müssten diese Erwartungen berücksichtigen.

Fraglich sei auch, ob die Deutsche Börse im Falle einer Fusion weiter für die Genehmigung der Börsenprospekte verantwortlich sein werde, führte Davies weiter aus. Er halte die Absegnung des Prospekts vielmehr für eine öffentliche Aufgabe, die wie in London eine Aufsichtsbehörde wahrnehmen sollte. Es sei nicht einzusehen, dass in einer Organisation aus konkurrierenden Börsen und Handelssystemen ein Wirtschaftsunternehmen gleichsam als Türsteher für die anderen fungiere.

Grundsätzlich sprach sich Davies für eine größere Harmonisierung des Handels aus. Dazu gehöre auch eine gemeinsame zentrale Datenbasis. "Es ist logisch, dass wir eine stärkere Harmonisierung anstreben sollten, was aber nicht notwendig perfekte Harmonie oder eine gemeinsame Aufsicht bedeutet", sagte Davies.



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