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20.07.2000

16:11 Uhr

Abspaltung innerhalb von nur fünf Monaten

Lucent Technologies konzentriert sich auf Service Provider

Zu den Neukunden gehören die Deutsche Telekom AG, Bonn, die schwedische Telia AB, Stockholm, und die niederländische United Pan-Europe Communications NV (UPC), Amsterdam

vwd BONN. Schnell, schlank, flexibel statt groß und behäbig. Nach diesem Motto spaltet der US-Konzern Lucent Technologies Inc, Murray Hill, innerhalb von nur fünf Monaten den zweiten Geschäftsbereich ab. Bei dem nun zum Spin-off anstehenden Bereich Mikroelektronik soll spätestens im Sommer 2001 die Nabelschnur zum Mutterkonzern durchtrennt werden. Die Ausgliederung von Avaya, der früheren Lucent Enterprise Networks Group, soll laut Lucent bis zum Ende des vierten Quartals des laufenden Geschäftsjahres (30. September) abgeschlossen sein.

In der Konzernzentrale in Murray Hill will man sich künftig "zu 100 Prozent um die Kundengruppe der Service Provider kümmern". Das sagte Harald Kettenbach, Unternehmenssprecher von Lucent Technologies Deutschland, am Donnerstag im Gespräch mit vwd. Der Fokus sei dabei auf die Internet-Infrastruktur gerichtet. Ziel sei es, das Internet leicht, breitbandig und mobil anzuzapfen, sagte Kettenbach. Gerade bei optischen Transportnetzen habe Lucent in den vergangenen Monaten in der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Asien) "einige dicke Fische an Land gezogen".

Zu den Neukunden gehören die Deutsche Telekom AG, Bonn, die schwedische Telia AB, Stockholm, und die niederländische United Pan-Europe Communications NV (UPC), Amsterdam. In den nächsten Wochen werde zudem ein Abschluss in Italien erwartet. Der für Lucent adressierbare Markt der Service Provider sei weltweit rund 225 Mrd $ schwer. Unternehmensintern rechne man in den kommenden fünf Jahren mit einer Verdoppelung dieser Kennzahl. Laut Eric van Amerongen, President und Chief Executive Officer von Lucent EMEA, liegt "die EMEA-Wachstumrate bei 50 %". In Deutschland wachse Lucent aber noch schneller, sagte Kettenbach.

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