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23.02.2003

16:42 Uhr

"Absurde Arbeitsgesetzt in Deutschland"

Deutsche Bank dementiert Bericht über Umzugspläne

Die Deutsche Bank hat einen Zeitungsbericht zurückgewiesen, sie arbeite an Plänen für die Verlegung ihres Hauptsitzes ins Ausland. "Die Geschichte ist frei erfunden", sagte ein Sprecher der Bank am Sonntag in Frankfurt. Die britische Zeitung "Sunday Times" hatte unter Berufung auf nicht näher benannte Manager der Bank berichtet, es werde über einen möglichen Umzug der Frankfurter Zentrale nach London, Zürich oder New York beraten.

Reuters FRANKFURT/LONDON. Grund für die Umzugspläne seien arbeitsrechtliche Bedingungen sowie die Unternehmenskultur in Deutschland. Die Gespräche befänden sich zwar in einem frühen Stadium. Man gehe aber davon aus, dass Top-Manager die Umzugspläne unterstützten, hieß es.

Vor allem die hohe Arbeitslosigkeit sowie absurde Arbeitsgesetze machten den Standort Deutschland nicht attraktiv, zitierte das Blatt einen Manager. Auch leide die Deutsche-Bank-Aktie. "Wir müssen einen Ausweg finden."

Seit vergangenem Jahr gibt es immer wieder Spekulationen, die Deutsche Bank könne Frankfurt verlassen und den Sitz oder große Teile des Geschäfts ins Ausland verlegen. Die Bank hatte dies stets dementiert.

Im vergangenen Jahr hatte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann gesagt, eine Verlegung des Firmensitzes nach London sei lediglich denkbar, wenn durch Fusion eine neue Einheit entstehe, die nicht in Deutschland ansässig sein wolle. Käme es in Zukunft zu grenzüberschreitenden Fusionen in Europa, hätte Deutschland Ackermanns Worten zufolge allerdings einen schweren Stand. Die Deutsche Bank ist wie andere deutsche Geldhäuser von der schwachen Konjunktur und den niedrigen Kursen an den Aktienmärkten betroffen.

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