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14.01.2003

10:13 Uhr

Ägyptischer Plan

Arafat will Stopp von Anschlägen in Israel zustimmen

Die Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Jassir Arafat will einem generellen Stopp von Anschlägen gegen israelische Zivilisten zustimmen. Das berichtete die palästinensische Tageszeitung "Al Ajam" am Dienstag in Ramallah.

HB/dpa RAMALLAH. Danach werde Arafat einem ägyptischen Plan zustimmen, der alle palästinensischen Fraktionen zu einer Waffenruhe auffordert. In dem Papier wird zugleich der "Kampf für einen palästinensischen Staat mit der Hauptstadt Kuds (Jerusalem)" unterstützt.

Aus dem Zeitungsbericht geht nicht hervor, ob das Ende der Anschläge auch für israelische Soldaten sowie Siedler gelten soll, die auf besetztem palästinensischem Boden leben. Arafat hatte vergangene Woche zu einem befristeten Anschlagstopp bis zum Ende der Parlamentswahlen in Israel am 28. Januar aufgerufen.

Nach dem Bericht der "Al Ajam" hat Ägyptens Geheimdienstchef Omar Suleiman in den vergangenen Wochen Gespräche mit den Führungsvertretern palästinensischer Gruppen geführt, darunter auch mit Führern der radikal-islamischen Hamas-Bewegung aus Libanon. Es werde erwartet, dass die Antwort der Hamas ebenfalls positiv ausfallen werde.

Dagegen hat der im Gazastreifen lebende spirituelle Führer der Hamas-Bewegung, Scheich Achmed Jassin, am Montag den Aufruf zu einem Anschlagstopp zurückgewiesen. Er kündigte an, dass Selbstmordanschläge bis zur Befreiung Palästinas fortgesetzt würden. Jassin lehnt den Staat Israel ab. Juden soll nach seiner Ansicht das Bleiberecht unter palästinensischer Hoheit und Kontrolle gewährt werden.

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