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04.03.2004

13:31 Uhr

Ailton schon im Konflikt mit Schalke 04

Katar kauft sich Nationalelf zusammen

Bereits vor seinem Wechsel zum FC Schalke 04 sorgt Ailton für Verärgerung bei seinem neuen Arbeitgeber. Ailton gab am Mittwoch bekannt, dass er künftig auch für die Fußball-Nationalmannschaft von Katar spielen wolle. Schalke-Manager Rudi Assauer sagte hierzu: "Mit uns hat er bisher nicht darüber gesprochen. Es ist schon eine Frage der Form und des Stils, dass man so etwas mit seinem neuen Arbeitgeber bespricht".

HB GELSENKIRCHEN. Die Schalker wollen den derzeit besten Bundesliga-Torschützen in einem für die nächsten Tage anberaumten Gespräch mit Ailtons Manager noch von diesem Entschluss abbringen. Es dürfte jedoch schwierig werden, da dieser nach eigenen Aussagen dem finanziell lukrativen Angebot von angeblich zwei Millionen Euro zustimmen werde. Der Revierclub wäre dann nach den Regeln der FIFA dazu gezwungen, ihre Sturmhoffnung für die nächste Saison abzustellen.

Katar hat weitere deutsche Fußballhoffnungen ins Visier genommen: Der Dortmunder Offensivverteidiger Leonardo Dede hat bereits ein Angebot erhalten und will sich in den kommenden Tagen entscheiden, ob er der Einbürgerung zustimmt. Er soll dem Golfstaat zusammen mit seinem beim BVB als Vertragsamateur angestellten Bruder Leandro zur Qualifikation für die WM 2006 verhelfen.

Sowohl Schalke, als auch die FIFA kann diesen Bestrebungen aus Katar nur zusehen: "Wir sehen das mit einer gewissen Besorgnis, aber es gibt keine Regel, die so etwas verbietet. Das ist eine staatliche Angelegenheit, keine sportliche", äußerte sich der Sprecher der FIFA, Andreas Herren, dazu.

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