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18.01.2008

10:52 Uhr

Akademie Deutscher Genossenschaften

Talentschmiede für den Führungsnachwuchs

VonLars Reppesgaard

Die Akademie Deutscher Genossenschaften mausert sich zum Geheimtipp für Weiterbildung - auch wenn internationales Flair fehlt.

Im Hochschulbereich gibt es seit langem eine Debatte über die europäische Harmonisierung der Abschlüsse für Bachelor und MBA. In den Unternehmen reden viele über die Corporate University. Die Akademie Deutscher Genossenschaften (ADG) im Schloss Montabaur arbeitet im Bereich der genossenschaftlichen Banken und Unternehmen beständig daran, beide Ansprüche zu verwirklichen - nur die Internationalität fehlt.

Neben den Volks- und Raiffeisenbanken und Handelsriesen wie Edeka oder Rewe schicken auch die Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank (DZ Bank) oder die R+V Versicherung schon seit Jahren Entscheider und Fachleute nach Montabaur, um sie in Themenbereichen wie der Rating- und Kreditrisikosteuerung, Vertriebssteuerung oder des Innovations- oder Personalmanagements weiterzubilden. Pro Jahr sitzen rund 20 000 Manager und Mitarbeiter in den Kursen, die die ADG anbietet, oder besuchen maßgeschneiderte Trainings, die für Unternehmen entwickelt wurden.

Doch auch immer mehr junge Talente aus den Genossenschaftsunternehmen werden mit Hilfe der ADG zu Spitzenkräften, wie Akademiechef Axel Kehl sagt. In den Programmen der ADG wird die Managementausbildung mit der optionalen Zertifizierung zum Bachelor und MBA bis hin zur Promotion verbunden. 1 900 Studierende und Absolventen haben in den letzten fünf Jahren in berufsbegleitenden Studiengängen an ihren Master- und Bachelorabschlüssen gearbeitet. "Pro Jahr kommen 150 bis 200 weitere dazu", sagt Kehl.

Die Studiengänge sind auf die dezentrale Struktur der genossenschaftlichen Banken und Unternehmen sowie der mittelständischen Wirtschaft ausgelegt. Nicht immer müssen die Studenten nach Montabaur reisen. Weitere Studienstandorte sind Berlin, Hannover und Stuttgart. Fest angestellte Lehrkräfte gibt es bei der ADG allerdings nicht. Die Akademie argumentiert, sie wolle durch einen starken Praxisbezug auf dem Weiterbildungsmarkt punkten. Ein Drittel der 800 Experten, die den Lehrkräftepool der ADG bilden, sind Gastprofessoren, die an anderen Hochschulen lehren. Ein Drittel Wirtschaftsprüfer und Berater und ein Drittel Manager. Sie bringen aus ihrer Praxis neue Methoden, Projektberichte und anderes Know-how mit.

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