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10.07.2000

12:40 Uhr

Aktie des Luftfahrtkonzerns eröffnet bei Ausgabekurs

Schwacher Börsenstart von EADS

Die Anleger schrecken vor der europäischen Rüstungsaktie zurück - der Kurs geht in die Knie.

ap FRANKFURT/MAIN. Der europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS ist schwach an der Börse gestartet: Mit einem Erstkurs von 19 Euro notierte die Aktie am Montag in Frankfurt und Paris exakt beim Ausgabepreis von 19 Euro (37,05 DM), sank dann aber in kurzer Zeit auf 17,50 Euro. In Madrid lag der erste Kurs bei 19,10 Euro.

Privatanleger in Deutschland, Frankreich und Spanien hatten bei der Zeichnung einen Rabatt von einem Euro je Aktie bekommen und die Hälfte der ausgegebenen 166 Millionen EADS-Aktien gezeichnet. EADS ist nach den US-Konzernen Boeing und Lockheed Martin das drittgrößte Luft-, Raumfahrt und Verteidigungsunternehmen der Welt. Es entstand aus dem Zusammenschluss der deutschen Dasa, der französischen Aerospatiale Matra und der spanischen Casa.

Experten hatten ursprünglich mit einem Ausgabepreis von 22 bis 27 Euro gerechnet. Nach einem Rückgang der Aerospatiale-Aktie auf 19,50 Euro am vergangenen Freitag hatten die EADS-Spitze und die Konsortialbanken den Ausgabepreis von 19 Euro festgelegt. Der Konzern hatte am Sonntag mitgeteilt, dass die Nachfrage nach dem Papier sowohl von institutionellen als auch von privaten Anlegern deutlich höher gewesen sei als das Angebot.

EADS ist zu 80 % an der neuen Airbus-Gesellschaft beteiligt. Weltweit die Nummer eins ist EADS bei zivilen Hubschraubern mit Eurocopter und bei Trägerraketen mit Ariane. Die 92 000 Mitarbeiter setzten im vergangenen Jahr 43 Mrd. DM um und erwirtschafteten 2,4 Mrd. DM operativen Gewinn.

Der EADS-Konzern ist zu knapp einem Drittel in Streubesitz. Ein Drittel gehört DaimlerChrysler, ein Drittel französischen Unternehmen und dem französischen Staat. Der spanische Staat hält fünf Prozent.

>>SalomonSmithBarney stuft EADS "neutral" ein

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