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25.01.2001

10:44 Uhr

Aktie fällt in USA nachbörslich

Amgen enttäuscht Anleger

VonWall Street Corespondents

Gemischte Freude auf dem Pharmasektor. Während sich Immunex über ein rekordverdächtiges Jahresergebnis freuen kann, muss Amgen enttäuschende Verkaufszahlen seiner Kassenschlager verkraften. Nach Börsenschluss meldeten beide Unternehmen ihre Geschäftsdaten.

NEW YORK. Amgen muss die Analysten mit den Geschäftsdaten für das vierte Quartal enttäuschen. Mit einem Gewinn von 24 Cents pro Aktie bleibt der Gewinn einen Cent hinter Prognosen der Experten zurück. Auch der Umsatz enttäuscht mit 951 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit einen Einnahmen von 963 Milliarden Dollar gerechnet. Der Umsatz von Amgens Kassenschlager Epogen, ein Medikament zur Behandlung von Blutarmut, stieg in den vergangenen drei Monaten nur um neun Prozent auf 533 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit einem Umsatzwachstum im zweistelligen Bereich gerechnet. Der Umsatz von Neupogen, Amgens Erfolgsprodukt Nr.2, fiel zufriedenstellend aus.

Die Hoffnung von Amgen liegt nun im Erfolg Aranesp, dem Nachfolgemedikament von Epogen. Das Präparat soll in Kürze vom US-Gesundheitsministerium zugelassen werden. Im laufenden Quartal soll der Absatz für Arzneimittel gegen Blutarmut steigen, da immer mehr Menschen an Nierenleiden erkranken und daher zur Dialyse müssten, so die Analysten. Aranesp hat somit große Chance, an den Erfolg seines Vorgängers anzuknüpfen. Die Aktie notiert nachbörslich im Minus.

Rekordverdächtig ist dagegen das Jahressergebnis von Immunx. Der Biotechkonzern kann seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahre mit 28 Cents pro Aktie mehr als verdreifachen. Der Umsatz legte von 541 Millionen Dollar im Vorjahre auf 861,8 Millionen Dollar zu. Im vergangenen Quartal erwirtschaftete Immunex einen Gewinn von neun Cents pro Aktie und übertrifft die Analystenprognosen damit um einen Cent. Im Vergleich zum Vorjahresquartal konnte sich der Gewinn damit verdreifachen. Der Umsatz stieg im selben Zeitraum um 54 Prozent auf 250 Millionen Dollar.

Für die Zukunft hat sich der Konzern gewappnet und bereits im vergangenen Jahr einen Großteil der Erlöse in die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente gesteckt. Im laufenden Jahr will der Konzern rund sieben neue Medikamente entwickeln. Der Umsatz von Embrel, einem Mittel zur Bekämpfung rheumatischer Athritis, stieg im vergangenen Jahr um 78 Prozent auf 652 Millionen Dollar. Für das kommende Jahr erwartet die Unternehmensleitung für Embrel lediglich einen Umsatz von 500 Millionen Dollar.

Bereits Mitte Januar hatten die Analysten von Banc of America die Umsatzerwartungen reduziert. Als Grund nennen sie die zu hohe Nachfrage nach Immunex Kassenschlager und die daraus entstehenden Lieferschwierigkeiten. Der Pharmakonzern könne mit der Produktion den Bedarf nach dem Mittel zurzeit nicht befriedigen. Der Konzern beeilt sich nun mit der Fertigstellung einer Fabrik auf Rhode Island. Zwar reduzierten die Analysten die Gewinnerwartungen für das laufende Quartal von 31 Cents auf 20 Cents, empfehlen die Experten die Aktie weiterhin auf "aggressiv kaufen".

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