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29.01.2001

19:43 Uhr

Aktie gab am Montag deutlich nach

Karstadt-Quelle: Einigung mit Gewerkschaft über Stellenabbau

Die Verhandlungspartner haben einen Kompromiss gefunden: Noch in diesem Jahr sollen im Warenhausbereich 4 700 Stellen abgebaut werden. Ursprünglich sollten 7 000 Stellen wegfallen.

Reuters ESSEN. Der Einzelhandelskonzern KarstadtQuelle hat sich nach eigenen Angaben mit den Gewerkschaften auf einen Kompromiss beim geplanten Stellenabbau geeinigt. Noch im angelaufenen Jahr sollen im Warenhausbereich 4 700 Arbeitsplätze eingespart werden, teilte das Unternehmen am Montag in Essen mit. Ursprünglich war der Abbau von bis zu 7 000 Stellen vorgesehen. Bereits vor Monaten hatte die Konzernleitung Rationalisierungen zur Verbesserung des Ergebnisses angekündigt. Die Aktie gab am Montag deutlich nach.

Intraday-Chart: Die Kursentwicklung der Karstadt-Quelle-Aktie

Mitte Januar hatte Karstadt-Quelle bekannt gegeben, mit dem Gesamtbetriebsrat über die Streichung von bis zu 7000 der insgesamt 52 000 Vollzeitstellen im Warenhausbereich zu verhandeln. Die Deutsche Angestelltengewerkschaft (DAG) und die Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV) hatten daraufhin zu Protesten aufgerufen. Ihre Kritik richtete sich gegen die "kurzfristige Renditepolitik zur Befriedigung der Aktionäre". Das Unternehmen stehe auf soliden Füßen, wirtschaftliche Gründe für den "Kahlschlag" gebe es nicht.

Karstadt-Quelle-Chef Wolfgang Urban hatte bereits im vergangenen November angekündigt, das Ergebnis bis 2003 verdreifachen zu wollen. Neben den Stellenstreichungen seien auch die Halbierung der Lagerflächen geplant. Über die Schließung von Warenhäusern gebe es allerdings noch keine Entscheidung, hatte es geheißen. Analysten hatten die Rationalisierungen zur Stärkung der Ertragskraft und zur besseren Ausnutzung von Synergien nach der Fusion von Karstadt und Quelle als notwendig bezeichnet.

Im vergangenen Jahr blieb KarstadtQuelle mit einem Umsatzplus von 2,4 % auf 29,7 Mrd. hinter den Erwartungen der Experten zurück. Das Ergebnis ist bislang noch nicht veröffentlicht worden. Urban hatte zuvor einen Zuwachs des Vorsteuergewinns von über 15 % auf 516 Mill. DM angekündigt.

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