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10.03.2003

17:03 Uhr

Aktie gibt nach

Bristol-Myers Squibb muss Bilanzen korrigieren

Das US-Pharmaunternehmen Bristol-Myers Sqibb hat seine Gewinn- und Umsatzzahlen für die Jahre 1999 bis 2001 rückwirkend drastisch reduziert. Die Umsätze und Gewinne für das Jahr 2002 wurden dagegen deutlich erhöht. Die Änderung der Geschäftszahlen war auf zeitlich falsch verbuchte Verkäufe an zwei der größten US- Medikamentengroßhändler zurückzuführen. Dies hat Bristol-Myers am Montag mitgeteilt.

HB/dpa NEW YORK. Bristol-Myers leidet nach Darstellung von Pharmafachleuten unter dem Auslaufen von Patenten für wichtige Medikamente, kostspieligen Investments bei dem Biotech-Unternehmen Imclone und anderen Geschäftsproblemen. Es laufen noch Untersuchungen der amerikanische Aufsichtsbehörden.

Der Umsatz für die Jahre 1999 bis 2001 wurde durch die Bilanzkorrekturen um rund zwei Mrd. Dollar (1,8 Mrd Euro) reduziert und der Vorsteuergewinn um 1,5 Mrd. Dollar. Die Umsätze und Gewinne sollen auf die Jahre 2002 und 2003 übertragen werden.

Der gesamte Nettoumsatz und der Reingewinn aus dem laufenden Geschäft sei für die Jahre 1999 bis 2001 um 2,5 Mrd. Dollar bzw. 900 Mill. Dollar reduziert worden. Der Umsatz für das Jahr 2002 aus dem laufenden Geschäft sei um 1,6 Mrd. Dollar und der Gewinn um 510 Mill. Dollar nach oben korrigiert worden.

Bristol-Myers bezifferte den Umsatz für das Jahr 2002 auf 18,1 Mrd. Dollar gegenüber 18 Mrd. Dollar im Vorjahr und den Gewinn pro Aktie aus dem laufenden Geschäft auf 96 Cent. Das Unternehmen hielt an seiner Gewinnprognose von 1,60 Dollar bis 1,65 Dollar je Aktie für 2003 fest.

Die Bristol-Myers-Aktien notierten am Montag zum Auftakt des Handels mit 22,60 Dollar um 20 Cent niedriger. Die Aktien haben in den vergangenen zwölf Monaten mehr als die Hälfte an Wert verloren.

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