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28.01.2004

16:49 Uhr

Aktie reagiert mit Abschlägen

Spekulationen um Anleihe des BVB

Für reichlich Wirbel sorgen am Mittwoch Spekulationen um eine angeblich 100 Millionen Euro schwere Anleihe von Borussia Dortmund. Der "Zeit" sagte der britische Finanzmakler Stephen Schechter, er habe Geldgeber für ein entsprechendes Projekt beisammen, sollte Borussia zur Unterzeichnung bereit sein. Gegenüber dem Handelsblatt dementierte er aber die genannte Summe. Die Finanzierung für eine solche Anleihe stehe aber in der Tat.

thk/fs/rtr DÜSSELDORF/ LONDON. Auch aus dem Umfeld des BVB erfuhr das Handelsblatt, das die genannte Summe zu hoch gegriffen sei. Man habe den Eindruck, Schechter versuche Werbung für sein Finanzierungsinstrument zu machen. BVB-Manager Michael Meier wiegelte ebenfalls ab: Es sei nicht entschieden, ob überhaupt Interesse an solch einer Finanzierung bestehe.

Dass Dortmund sich nach dieser Möglichkeit erkundigt hat, ist bereits länger bekannt. Kenner der Fußballszene glauben aber nicht, dass vor dem Frühsommer entschieden wird, eine solche Anleihe zu begeben. Der Aktienkurs des Clubs reagierte am Mittwoch nur mit einem leichten Sinkflug auf rund 3 Euro.

Bei dieser Art der Finanzierung verpfänden Fußballclubs ihre künftigen Zuschauereinnahmen. Im Gegenzug tilgen sie die Anleihe mit jährlichen Zahlungen. Im Oktober 2002 nahm Schalke 04 auf diesem Weg rund 85 Millionen Euro ein.

Ebenfalls ein Dementi handelte sich die "Süddeutsche Zeitung" nach einem Interview mit BVB-Manager Michael Meier ein: Der Eindruck, dass selbst die Finanzierung der laufenden Saison fraglich sei, sei falsch. Erst für die Saison 2004/2005 müssten neue Einnahmequellen gefunden werden.

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