Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.01.2002

12:10 Uhr

Aktie steigt

Das Werk erhält Millionenaufträge

Das Medienunternehmen Das Werk AG hat Aufträge für die digitale Bearbeitung von Spielfilmen im Volumen von insgesamt 20 Mill. ? erhalten. Damit sei die Auslastung der Postproduktionen in Deutschland und den USA im Bereich Spielfilme für 2002 gesichert, teilte die Gesellschaft am Montag mit.

Reuters FRANKFURT. "Wir sehen im Bereich Bearbeitung jetzt ein Licht am Horziont", sagte Unternehmenssprecher Wolfgang Borgfeld. Nach den Anschlägen vom 11. September hatte Das Werk wegen verzögerten Produktionen in den USA seine Prognosen für 2001 zweimal reduziert. Am Neuen Markt war die Aktie am Montag mit einem Anstieg von bis zu 18 % zeitweise der größte Gewinner.

Bei den Aufträgen habe die Tochtergesellschaft CFX in Los Angeles den Zuschlag für ein Projekt der Warner Bros./Village Roadshow mit einem Effektvolumen von mehr als 10 Mill. $ bekommen, teilte die Gesellschaft weiter mit. Zudem habe CFX den mit 3 Mill. $ dotierten Auftrag zur Effektbearbeitung für das Remake des 70-Jahre-Klassikers "Willard" und Zusatzaufträge für "The Scorpion King" erhalten. Der deutsche Geschäftsbereich Postproduktionen mit der Effektgestaltung des Spielfilmes "George and the Dragon" betraut worden.

"Das ist ein ermutigendes Signal", sagte Borgfeld. Die Auftragssituation aus den USA im Bereich Filmbearbeitung habe sich in den vergangenen Wochen gegenüber der Zeit nach den Anschlägen vom 11. September spürbar verbessert. "Das merken wir jetzt auch". Bei den Postproduktionen würden in Spiel- und Werbefilmen auf digitalem Weg spezielle Effekte eingebaut oder störende Elemente entfernt, erklärte Borgfeld. Insgesamt liege der Anteil der Postproduktionen am Gesamtumsatz des Unternehmens per Stand drittes Quartal bei rund 70 %. Einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr wollte Borgfeld nicht geben und verwies auf die am 28. März geplante Bilanzpressekonferenz.

Flaute im deutschen Werbegeschäft hat belastet

Das Unternehmen hatte seine Prognosen für 2001 innerhalb eines Monats zweimal nach unten korrigiert und dies mit der Verzögerung von Filmlieferungen und dem schlechter als gelaufenen Geschäft bei Postproduktionen begründet. Auch die Flaute im Werbegeschäft in Deutschland habe belastet. Beim Umsatz erwartet Das Werk früheren Angaben zufolge nunmehr für das abgelaufene Jahr 130 Mill. ?, das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) werde bei 1 bis 2 Mill. ? liegen.

An der Börse wurde die Auftragsmeldung von Das Werk mit Kursgewinnen honoriert. Die Aktie legte bis zum Mittag in einem behaupteten Gesamtmarkt zeitweise um 18 % auf 3,59 ? zu und führte die Liste der Gewinner an. "Das ist eine sehr positive Nachricht für das Unternehmen", sagte Rolf Marinoni, Analyst für Medienwerte bei Consors Capital. "Bislang hatte CFX ausschließlich die Filme von Roland Emmerich bearbeitet, und jetzt kommen sogar Studios wie Warner Bros mit Aufträgen", sagte er. Er sei deshalb dabei seine Bewertung für die Aktie zu überdenken. Derzeit stuft Consors Capital die Papiere mit "Halten" ein.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×