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22.01.2001

15:02 Uhr

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien der beiden Transrapidbauer Siemens und ThyssenKrupp haben sich am Montag uneinheitlich entwickelt, nachdem bekannt wurde, dass China die deutsche Magnetschnellbahn Transrapid für etwa 2 Mrd. DM kaufen will. Die ThyssenKrupp-Papiere stiegen bis 14.50 Uhr um 1,19 % auf 18,66 Euro, während Siemens-Aktien gleichzeitig um 1,31% auf 154,00 Euro nachgaben. Der deutsche Aktienindex Dax notierte bis 14.50 Uhr um 0,37 % schwächer bei 6 627,45 Zählern.

Am Sonntag hatte das Herstellerkonsortium aus Thyssen und Siemens mitgeteilt, die entsprechenden Verhandlungen mit der chinesischen Regierung seien abgeschlossen. Der Vertrag wurde zwar am heutigen Montag nicht wie vorgesehen unterschrieben, gilt aber in Händlerkreisen als "unter Dach und Fach". Von dem bevorstehenden Abschluss konnte aber bisher nur die ThyssenKrupp-Aktie profitieren.

Strategisches Interesse für die Düsseldorfer

Ein Händler sagte dazu, dass die Düsseldorfer insbesondere ein strategisches Interesse am Transrapid-Projekt hätten. Für Siemens ginge es hingegen in erster Linie um ein lukratives Geschäft. Da der endgültige Kaufpreis aber noch nicht bekannt gegeben wurde, sei jedoch noch nicht klar, ob es für die Münchener auch das erwartet gute Geschäft werde. Der Konzern hätte außerdem ein Interesse daran, seinen Transrapid-Konkurrenten ICE auf dem Weltmarkt anzubieten.

Die unterschiedliche Kursentwicklung der beiden Werte zeige auch, dass "im Moment eben wieder konservativere Aktien gefragt sind", so der Händler weiter. Nach den Kursgewinnen vieler Technologie-Titel in den vergangenen zwei Wochen hätten beispielsweise bei Siemens Gewinnmitnahmen eingesetzt.

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