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05.01.2001

18:06 Uhr

Aktienkurs zeitweise um 20 % eingebrochen

Consors sieht keinen Grund für Gewinnwarnung

Consors hat im vierten Quartal nach Aussage von Vorstandschef Schmidt keinen Einbruch im Trade-Aufkommen zu vermelden. Daher bestehe kein Anlass für eine Gewinnwarnung.

rtr NÜRNBERG. Die Consors Discount AG-Broker hat am Freitag Marktgerüchte über eine unmittelbar bevorstehende Gewinnwarnung zurückgewiesen. Der Aktienkurs war zuvor zeitweise 20 % eingebrochen. "Consors hat im vierten Quartal keinen Einbruch im Trade-Aufkommen zu vermelden. Es besteht daher kein Anlass für eine Gewinnwarnung", sagte Vorstandschef Karl-Matthäus Schmidt in Nürnberg und wiederholte damit gleich lautende Äußerungen seiner Sprecherin. Die Offerto.com GmbH, an der Consors 48 % hielt, hat der Nürnberger Online-Broker unterdessen in eine finnische Gesellschaft eingebracht und sich an dieser mit 11,3 % beteiligt.

Die Consors-Aktie war am Freitag zeitweise um 20 % auf 42,50 Euro gefallen. Händler hatten von Gerüchten am Neuen Markt gesprochen, dass eine Ergebniswarnung des Online-Brokers kurz bevor stehe, weil das Unternehmen im vierten Quartal 2000 einen drastischen Rückgang des Handelsvolumens habe hinnehmen müssen. Bereits am Mittwoch hatte das Consors-Papier mit 42,30 Euro ein Zwölf-Monats-Tief erreicht. Das Dementi half der Aktie nicht wesentlich auf die Beine: Am Nachmittag hatte sie mit 43,00 Euro einen Rückstand von 18,9 % gegenüber dem Vortagesschluss.

Consors - Intraday-Chart

Die Tochter Offerto.com GmbH, ein Online-Auktionshaus, wird nach Angaben von Consors mit der finnischen Suomen Infopiste Oy fusioniert, die unter der Marke "Aktivist" Multimedia-Portale in 15 Städten in Finnland, Polen, Russland und Estland eingerichtet hat. Aktivist werde im Zuge seiner europäischen Expansion auch in den deutschen Markt einsteigen. Offerto soll dabei europaweit für den Bereich Internet-Handel zuständig sein. Mit der Fusion solle die Profitabilität von Aktivist gesteigert werden. Consors erhält für Offerto eine Beteiligung von 11,3 % an Suomen, bei der außerdem institutionelle skandinavische Anteilseigner engagiert seien.

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