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28.04.2003

07:53 Uhr

Aktion in Berlin dauerte 45 Minuten

Dritte Busentführung innerhalb von zwei Wochen

Die Polizei vermutet einen politischen Hintergrund bei der Kaperung eines Linienbusses am Sonntagabend in Berlin.

Reuters BERLIN. "Es wird wohl einen politischen Hintergrund geben", sagte ein Sprecher des Lagedienstes der Polizei in Berlin am Montag. Der Täter, ein 27 Jahre alter Libanese, habe gefordert, Israel solle sich aus den Palästinensergebieten zurückziehen. Der Staatsschutz habe mittlerweile die Ermittlungen übernommen. Der Sprecher sagte, der Bus der Linie X-21 sei mit acht Passagieren und dem Fahrer besetzt gewesen, als der Täter die Geiselnahme begonnen habe. Er habe während der rund 45 Minuten dauernden Aktion drei Kinder, zwei Frauen und einen Mann freigelassen.

Nach Verhandlungen mit der Polizei habe er aufgegeben. Alle Geiseln seien unverletzt. Weiter sagte der Sprecher, der Libanese sei der Polizei bereits wegen anderer Straftaten bekannt.

Erst am vergangenen Freitag hatte ein aus dem Libanon stammender Jugendlicher in Bremen einen Bus gekapert und die Freilassung von vier inhaftierten Mitgliedern der Islamisten-Organisation El Kaida gefordert. Er konnte erst nach einer Irrfahrt und stundenlangen Verhandlungen auf der Autobahn bei Hildesheim überwältigt werden. Bereits vor zwei Wochen hatte ein Mann in Berlin nach einem Banküberfall einen Linienbus entführt.

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