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19.01.2001

17:56 Uhr

ap CHERBOURG. Trotz einer erneuten Greenpeace-Aktion ist am Freitag ein Schiff mit MOX-Brennelementen von Cherbourg in der Normandie nach Japan ausgelaufen. Der britische Atomfrachter "Pacific Pintail" hat vier Behälter mit MOX-Brennelementen geladen, die aus der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague ins japanische Kernkraftwerk Kashiwazaki-Kawira transportiert werden sollen. Er legte am Nachmittag ab, wie das Nuklearunternehmen Cogema berichtete.

Greenpeace hatte zuvor noch einmal vergeblich versucht, das Schiff aufzuhalten. Aktivisten der Umweltschutzorganisation drangen am Morgen mit sechs kleinen Booten in die Sperrzone um den Frachter ein. Sie entrollten ein Anti-Atom-Transparent, zwei Umweltschützer sprangen vor dem Schiff ins Wasser. Binnen fünf Minuten machte eine Spezialeinheit der Marine der Aktion ein Ende.

Die Verladung der Brennelemente begann am Morgen unter großen Sicherheitsvorkehrungen. Rund 100 Polizisten sicherten den Hafen. Der MOX-Transport von Frankreich nach Japan ist der zweite seit 1999. Greenpeace warnt vor den Gefahren im Fall eines Unfalls auf See. Auch Terroristen könnten sich für die hochgiftige Fracht interessieren.



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