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29.01.2005

18:45 Uhr

Aktionen von Globalisierungskritikern

Friedlicher Protest in Davos, Ausschreitungen in Bern

VonChristoph Kapalschinski

Die Proteste von Globalisierungsgegnern beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos blieben in diesem Jahr friedlich. "Es war aus polizeilicher Sicht ein neues und durchaus positives Erlebnis", sagte der Gesamteinsatzleiter aller Sicherheitskräfte, Markus Reinhardt von der Kantonspolizei Graubünden.

Die Proteste in Davos blieben friedlich. Foto: dpa

Die Proteste in Davos blieben friedlich. Foto: dpa

DAVOS/BERN. In seinem Zuständigkeitsbereich seien alle Proteste friedlich verlaufen. Auch die Zusammenarbeit mit der Armee, die die Gäste schützen sollte, funktioniere gut.

Am Samstag hatten 80 WEF-Kritiker friedlich in dem Ort demonstriert. Sie waren vom Rathaus zum Bahnhof Davos-Platz gezogen. Nach der Schlusskundgebung löste sich der angemeldete Zug am Nachmittag auf.

Die Polizei kontrollierte an allen Zufahrtswegen Personen und Gepäck. Ein Ausländer wurde festgenommen, weil er keinen Ausweis bei sich hatte, ein Schweizer wegen des Verdachts auf Ausweisfälschung befragt. Außerdem wurden alle Züge gestoppt. Dabei stellte die Polizei lediglich einen Golfschläger sicher.

Bei einer Demonstration in Basel mit bis zu 500 Teilnehmern kam es am Samstagabend jedoch zu Ausschreitungen. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein und nahm Demonstranten fest. Massive mit Tränengas ausgerüstete Polizeiketten drängten die Demonstranten ab.

In Fideris haben Globalisierungskritiker nach Polizeiangaben am Samstagvormittag ein Straßentheater aufgeführt. Als Geschäftsleute oder Polizisten verkleidet hätten sie eine Performance mit spöttischen Hinweisen auf das Geschehen in Davos veranstaltet. In anderen Städten in der Umgebung von Davos registrierte die Polizei keine Proteste.

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