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18.01.2004

11:55 Uhr

Allgäuerin Andrea Mayer belegt fünften Rang

Peterhansel gewinnt Rallye Dakar

Der Franzose Stephane Peterhansel hat die Rallye Dakar jetzt auch auf vier Rädern gewonnen. Andrea Mayer kam als bester deutscher Teilnehmer in der Gesamtwertung auf Rang fünf.

HB BERLIN. Stephane Peterhansel ist am Ziel seiner Träume. Der Franzose hat als zweiter Fahrer nach Hubert Auriol die Rallye Dakar sowohl auf dem Motorrad als auch in der Autowertung gewonnen.

Peterhansel entschied am Sonntag die 26. Auflage der Wüstenrallye auf einem Mitsubishi Pajero überlegen für sich. Der 38-Jährige verwies seinen Teamkollegen, Vorjahressieger Hiroshi Masuoka, mit 49:24 Minuten auf den zweiten Platz. Bereits im vergangenen Jahr war Peterhansel einem überlegenen Sieg entgegengefahren, bevor ihn ein Defekt an seinem Wagen kurz vor Schluss doch noch stoppte. Dritter wurde der Franzose Jean Louis Schlesser auf einem Buggy.

Die Allgäuerin Andrea Mayer beendete ihre zweite Rallye am Steuer eines Autos auf dem hervorragenden fünften Rang. Die Mitsubishi-Fahrerin war eigentlich nur als Unterstützung für die Topfahrer des Teams gedacht. Doch geleitet von ihrem Beifahrer Andreas Schulz machte Mayer kaum Fehler und profitierte zudem von den Ausfällen vor ihr liegender Teams.

Jutta Kleinschmidt beendete die Rallye auf Rang 16. Die Volkswagen-Werksfahrerin konnte erst auf den letzten Etappen ihr wahres Können zeigen. Verdienter Lohn war der Etappensieg auf dem vorletzten Teilstück. Anfängliche Probleme an ihrem Touareg und schließlich die verhängnisvolle Flussdurchfahrt auf der sechsten Etappe hatten alle Chancen auf eine Topplatzierung zunichte gemacht. Kleinschmidt wurde auf diesem Teilstück ins Ziel geschleppt, verlor viel Zeit und bekam auch 6:55 Stunden Zeitstrafe aufgebrummt. Da Wasser in den Motorblock gelaufen war, musste die gesamte Antriebsmaschine von VW gewechselt werden.

Die Veranstalter sahen hierin eine Regelwidrigkeit und schlossen Kleinschmidt vom Rennen aus. Nach einem Protest des VW-Teams konnte das Damen-Team vorerst weiterfahren. Ein endgültiges Urteil in dieser Angelegenheit wird nun der Automobilsport-Weltverband Fia in Paris treffen. Kleinschmidts Teamkollege Bruno Saby beendete im zweiten VW Touareg die Rallye auf Rang sechs.

Die abschließende Etappe über 27 Kilometer am Strand des Lac Rose in Dakar entschied der frühere Rallye-Weltmeister Colin McRae aus Schottland für sich.

In der Motorradwertung setzte sich zum ersten Mal der Spanier Nani Roma durch. Der KTM-Pilot siegte mit 12:38 Minuten Vorsprung vor seinem Markenkollegen Richard Sainct aus Frankreich, der die Dakar-Rallye schon dreimal gewonnen hat. Dritter wurde der Franzose Cyril Despres (KTM), der sich den letzten Etappensieg holte.

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