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18.03.2003

17:49 Uhr

Allianz drängte auf schnelle Ablösung

Dresdner-Chef Bernd Fahrholz tritt zurück

Bernd Fahrholz wird nach Angaben aus Finanzkreisen als Chef der Allianz-Tochter Dresdner Bank zurücktreten und von Herbert Walter von der Deutschen Bank abgelöst.

Dr, Bernd Fahrholz, Vorstandssprecher der Dresdner Bank. Foto: dpa

Dr, Bernd Fahrholz, Vorstandssprecher der Dresdner Bank. Foto: dpa

Reuters FRANKFURT. "Fahrholz wird dem Aufsichtsrat der Allianz am Mittwoch seinen Rücktritt bekannt geben", erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag aus den Kreisen.

Sprecher der Allianz und der Dresdner sowie der Deutschen Bank gaben keinen Kommentar ab. "Walter soll so schnell wie möglich bei der Dresdner starten - sein Austritt aus der Deutschen Bank ist schon seinen Mitarbeitern bekannt gegeben worden", hieß es weiter in den Kreisen.

Walter ist als ehemaliger Chef der Deutschen Bank 24 ein ausgewiesener Fachmann für das Filialgeschäft. Er war zuletzt im erweiterten Konzernvorstand der Deutschen Bank für hauptsächlich für das Privatkundengeschäft in Europa sowie kleinere Firmenkunden zuständig.

Die Allianz wollte den spektakulären Führungswechsel erst am Donnerstag zur Vorlage der Geschäftszahlen für 2002 bekannt geben. Die meisten Beobachter hatten damit gerechnet, dass Fahrholz frühestens im Sommer seinen Platz würde räumen müssen. Doch offenbar wollte der designierte Allianz-Chef Michael Diekmann den Wechsel schon jetzt. Diekmann wird Ende April die Nachfolge von Henning Schulte-Noelle antreten, der an die Spitze des Allianz-Aufsichtsrats wechseln wird.

Der 55-jährige Jurist Fahrholz war nach dem Scheitern der Fusionspläne mit der Deutschen Bank im April 2000 als Nachfolger von Bernhard Walter an die Spitze der Dresdner aufgerückt. Als der Großaktionär Allianz die Bank Mitte 2001 dann für rund 24 Milliarden Euro vollständig übernahm, wurde Fahrholz Stellvertreter von Vorstandschef Schulte-Noelle. Der Dresdner Bank verordnete Fahrholz einen strikten Sparkurs und den bis Ende 2003 angekündigten Abbau von 11 000 Stellen weitgehend um.

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