Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.05.2003

15:05 Uhr

Allianz mit Airlines vorgeschlagen

Virgin-Chef will Concorde weiter fliegen lassen

Das Überschallflugzeug Concorde soll nach dem Willen von Virgin-Chef Sir Richard Branson mit Zweiter Klasse weiterfliegen. In London stellte Branson am Montag seine Pläne für die Zukunft des superschnellen und superteuren Jets vor, dessen Betrieb British Airways (BA) und Air France aus Kostengründen einstellen wollen.

Foto: dpa

HB/dpa LONDON. Branson schlug eine Allianz seines Unternehmens mit BA und der französischen Fluggesellschaft vor, um die Concorde auch nach 30 Jahren in der Luft zu halten.

Er hoffe auf ein Gespräch mit der britischen Industrieministerin Patricia Hewitt in den kommenden Tagen, in dem er um ein Eingreifen der britischen Regierung bitten wolle, damit das prestigeträchtige Flugzeug nicht an Museen verkauft werde, sagte der Virgin-Chef. Die Ministerin zeigte sich in einer ersten Reaktion "sehr interessiert" an Gesprächen über das Thema. "Die Concorde ist ein bedeutender Botschafter für Großbritannien und sollte in der Luft bleiben statt verkauft zu werden", sagte Branson.

"Wir würden eher eine Zweite-Klasse-Concorde als eine Erste-Klasse-Concorde haben, damit das Flugzeug ständig voll besetzt ist", sagte Branson weiter. Unter seiner Regie würden dann die Preise in der noblen Klasse deutlich teurer. Bei Air France kostet der Concorde-Flug Paris - New York und zurück derzeit noch 8727 ?. Bei BA ist das Concorde-Ticket samt Zubringerflug aus Deutschland für 5555 ? plus Steuern und Gebühren zu haben.

Aus Kostengründen wollen British Airways (BA) und Air France ihre Flüge mit den Überschallmaschinen spätestens zum 1. November einstellen. Beim Absturz einer Concorde der Air France waren im Juli 2000 bei Paris 113 Menschen ums Leben gekommen, davon 97 Deutsche. BA und Air France hatten ihren Concorde-Verkehr daraufhin vorübergehend eingestellt und die 30 Jahre alten Maschinen mit Millionenaufwand überholt. Doch das Interesse an den Concorde-Flügen erreichte danach nie mehr das alte Niveau.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×