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06.02.2002

21:49 Uhr

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Allianz und Dresdner verlieren Großkunden

In der gemeinsamen Vermögensverwaltung rumort es. Das Zusammenwachsen fällt schwer, etliche Kunden zogen ihre Verwaltungsmandate ab.

ina/po/rob FRANKFURT/M. In der Vermögensverwaltung des Allfinanzkonzerns Allianz herrscht Unruhe. Die Kapitalanlagegesellschaften von Allianz und Dresdner Bank wachsen nur schwer zum neuen Geschäftsbereich Allianz Dresdner Asset Management (Adam) zusammen. Sowohl im Publikums- als auch im Spezialfondsgeschäft müssen Rückschläge verkraftet werden.

Einige Versicherungskunden zogen Verwaltungsmandate in Milliardenhöhe von der Spezialfondsgesellschaft DBI ab. Die Publikumsfondsgesellschaft DIT leidet unter dem Verlust der wichtigen Vertriebsschiene Deutsche Vermögensberatung AG, die ins Lager der Deutschen Bank wechselte. Im vergangenen Jahr hatte der Finanzvertrieb noch DIT-Fonds im Volumen von fast 1 Mrd. Euro an Privatanleger vermittelt.

Bei den Problemen im Spezialfondsgeschäft spielt die neue Konkurrenzsituation eine wichtige Rolle, die sich durch die Übernahme der Dresdner Bank durch die Allianz ergeben hat. "Die Kunden wollen sich von einem Konkurrenten nicht in den Deckungsstock schauen lassen", begründet Michael Korn, Leiter des institutionellen Fondsgeschäfts von Adam, die Abflüsse. So zogen es unter anderem Arag und HUK Coburg vor, ihre Gelder von anderen Vermögensverwaltern betreuen zu lassen. Dies bestätigten Sprecher gegenüber dem Handelsblatt.

Die DBI hatte traditionell einen hohen Anteil an Versicherungskunden. "Es waren über 30 % des Fondsvermögens", bestätigt Korn. Der Anteil sei auf unter 20 % gefallen. Dies sei jedoch nicht allein auf die Übernahme durch die Allianz zurückzuführen. Viele Versicherungen hätten in den vergangenen Jahren eigene Kapitalanlagegesellschaften gegründet und verwalteten ihre Gelder jetzt selber.

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