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02.01.2003

16:24 Uhr

Alliierte bombardieren

Waffeninspekteure bauen Präsenz im Irak aus

Inmitten verstärkter Kriegsvorbereitungen der USA bauen die UN-Waffeninspekteure ihr Präsenz im Irak weiter aus. Am kommenden Sonntag solle in einem Hotel in der nordirakischen Stadt Mossul ein provisorisches Regionalbüro eröffnet werden, sagte der Sprecher der UN-Waffeninspekteure, Hiro Ueki, am Donnerstag in Bagdad. Nach Presseberichten ist ein weiteres Büro in Basra im Südirak geplant.

HB/dpa BAGDAD/KAIRO. Der irakische Vize-Ministerpräsident Tarik Asis bekräftigte unterdessen erneut, dass der Irak keine Massenvernichtungswaffen besitze. "Egal wie lange die Inspekteure suchen - sie werden keine verbotenen Waffen finden", sagte er. Die konventionellen Waffen reichten aber aus, um einem amerikanischen Angriff energischen Widerstand zu leisten. Asis warf den USA vor, den Irak nach dem selben Schema zu behandeln wie Afghanistan. Die sei eindeutig eine Einmischung in innere Angelegenheiten, kritisierte er.

Die UN-Waffeninspekteure setzten ihre Kontrollen in mindestens vier teils militärischen Einrichtungen in der Nähe von Bagdad fort. Ein Team suchte zudem einen zunächst nicht bekannten Ort in der Nähe von Tikrit auf, der Geburtsstadt des irakischen Präsidenten Saddam Hussein, etwa 175 Kilometer nördlich von Bagdad. Künftig sollen sich die Inspekteure mit Hubschraubern schneller im Land bewegen können.

In der Hafenstadt Basra 550 Kilometer südlich von Bagdad sind nach irakischen Angaben bei einem Angriff amerikanischer und britischer Flugzeuge in der südlichen Flugverbotszone am Mittwoch ein Mensch ums Leben gekommen und zwei weitere verletzt worden. Die Flugzeuge hätten zivile Einrichtungen in Basra bombardiert, berichtete die amtliche irakische Nachrichtenagentur INA am Donnerstag. Basra liegt in der von den USA und Großbritannien kontrollierten südlichen Flugverbotszone. Bei ihren Kontrollflügen war es in den vergangenen Monaten immer wieder zum Schusswechsel mit der irakischen Flugabwehr gekommen.

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