Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.01.2003

11:00 Uhr

Als Exil-Ort ist ein afrikanisches Land im Gespräch

Ölpreis fällt nach Gerüchten über Exil Saddams

Die Ölpreise sind am Freitag zeitweise fast einen halben Dollar gefallen, nachdem das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Vortag berichtet hatte, der irakische Präsident Saddam Hussein erwäge den Gang ins Exil.

Reuters SINGAPUR/LONDON. "Arabische und westliche Diplomaten stellten jetzt eine Liste von Bedingungen vor, die die irakische Führung für den Fall von Saddams Rücktritt gestellt haben soll", meldete "Der Spiegel" in seiner Online-Ausgabe. Als Exil-Ort sei ein afrikanisches Land im Gespräch.

In London fiel der Preis für ein Barrel (rund 159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im März in der Spitze 47 Cent auf 30,11 Dollar, stieg im Anschluss aber wieder auf 30,55 Dollar je Barrel. Im nachbörslichen New Yorker Handel fiel der Preis für ein Barrel der US-Ölsorte Leicht 16 Cent auf 33,50 Dollar.

Die Tatsache, dass der Ölpreis im ersten Hauch dieser Meldung zeitweise um fast 50 Cent gefallen ist, zeige wie sehr die Irak-Krise den Markt bewege, sagte Lawrence Eagles von GNI Man Research. "Wie weit die Preise fallen, wenn Saddam tatsächlich ins Exil geht, ist schwer zu sagen. Zu Beginn könnten sie um drei Dollar (je Barrel) fallen", sagte Eagles. Die derzeitige Kriegsprämie liege bei vier bis fünf Dollar.

Um den Krieg gegen Irak zu vermeiden wirbt der weltweit größte Ölexporteur Saudi-Arabien derzeit dafür, einen Umsturz in dem ölreichen Staat von außen zu fördern. Die Vereinten Nationen (UNO) oder die internationale Gemeinschaft sollten den meisten Mitgliedern der bisherigen irakischen Führung eine Amnestie anbieten und sie somit zu einem Sturz Saddams bewegen, sagte am Donnerstag ein hochrangiger Diplomat, der enge Kontakte zu den saudiarabischen Monarchen hat.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×